Neue Suchtgefahr für Jugendliche und was Haan dagegen unternehmen will

Ärzte warnen vor Vapes und E-Zigaretten

E-Zigaretten und sogenannte Vapes werden unter Jugendlichen immer beliebter. Besonders Einwegprodukte mit süßen Geschmacksrichtungen liegen im Trend. Fachleute warnen inzwischen vor einer neuen Generation junger Nikotinabhängiger. Auch in Haan beobachten Schulen, Jugendarbeit und Kommunalpolitik die Entwicklung mit wachsender Sorge.

Vapes bei Jugendlichen deutlich auf dem Vormarsch

Aktuelle Studien zeigen, dass E-Zigaretten unter Jugendlichen deutlich häufiger genutzt werden als noch vor wenigen Jahren. Besonders stark betroffen ist die Altersgruppe zwischen 12 und 17 Jahren.

Nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung konsumieren inzwischen deutlich mehr Jugendliche regelmäßig Einweg-E-Zigaretten. Experten sehen darin einen besorgniserregenden Trend, weil viele junge Nutzer das Dampfen als harmloser wahrnehmen als klassische Zigaretten.

Süße Aromen senken die Hemmschwelle

Die Produkte wirken auf viele Jugendliche modern und unkompliziert. Kleine Geräte, auffällige Farben und Geschmacksrichtungen wie Mango, Cola oder Bubblegum sorgen dafür, dass die Hemmschwelle für den Einstieg sinkt.

Hinzu kommt die starke Präsenz in sozialen Netzwerken. Dort werden Vapes häufig als Lifestyle-Produkt dargestellt. Fachleute kritisieren seit längerem, dass gerade junge Menschen dadurch besonders leicht angesprochen werden.

Gesundheitsrisiken größer als viele glauben

Mediziner warnen davor, die gesundheitlichen Risiken zu unterschätzen. Zwar enthalten viele E-Zigaretten keinen klassischen Tabakrauch, dennoch gelangen Nikotin und andere Schadstoffe in den Körper.

Besonders problematisch ist dies bei Jugendlichen, weil sich das Gehirn noch in der Entwicklung befindet. Nikotin kann schneller abhängig machen und Konzentration, Lernfähigkeit sowie die Entwicklung des Nervensystems beeinflussen. Auch Atemwege und Lunge können durch die Inhaltsstoffe belastet werden. Langzeitfolgen sind bislang nur teilweise erforscht.

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Auch Haan reagiert auf die Entwicklung

Die Entwicklung ist inzwischen auch in Haan Thema. Nach Beobachtungen aus Schulen und Jugendarbeit greifen teilweise bereits sehr junge Jugendliche zu Vapes. Deshalb wird in der Stadt inzwischen über stärkere Prävention und mehr Aufklärung diskutiert.

Vor allem das Jugendparlament beschäftigt sich mit möglichen Maßnahmen. Ziel ist es, Jugendliche früher über gesundheitliche Risiken und Suchtgefahren zu informieren. Dabei geht es auch um den sozialen Druck innerhalb von Freundeskreisen und Schulen.

Schwieriger Kampf gegen einen neuen Trend

Die Herausforderung besteht darin, dass viele Produkte trotz Altersbeschränkung vergleichsweise leicht verfügbar bleiben. Gleichzeitig verbreiten sich Trends rund um Vapes über soziale Medien besonders schnell.

Experten gehen deshalb davon aus, dass klassische Warnhinweise allein nicht ausreichen werden. Entscheidend seien langfristige Aufklärung und frühe Präventionsarbeit – bevor aus einem vermeintlichen Trend eine dauerhafte Abhängigkeit wird.

Quelle: Stadt Haan
bearb: LT
Fotos/Video: ChatGPT-KI

  

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