IW-Gemeindecheck: Wie bewerten Menschen im Kreis Mettmann ihre Daseinsvorsorge?

NRW-Städte schneiden „sehr gut“ ab – Bevölkerung zufrieden mit ihrer Lebensgrundlagen-Versorgung

Wenn es um die „Daseinsvorsorge“, also verpflichtende staatliche Aufgaben als Lebensgrundlage für die Bevölkerung, geht, dann haben alle zehn Städte im Kreis Mettmann Bestnoten verdient. Das sagt zumindest eine aktuelle Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft aus Köln (IW).

Die Forscherinnen und Forscher haben sich in dem Gutachten mit der Frage beschäftigt, wie gut deutschlandweit die 10.817 Gemeinden bei der Versorgung mit Energie, Wasser, Müllentsorgung, öffentlichem Nahverkehr, schnellem Internet, Schwimmbädern, Bildungseinrichtungen, Ärzten, Schulen und ähnlichen Standortfaktoren aufgestellt sind.

 

Die Karte zeigt: „Im Vergleich der Flächenländer liegt Nordrhein-Westfalen vorn“, teilt das IW mit. „Mehr als jede zweite NRW-Gemeinde fällt in die Kategorie ‚sehr gut versorgt‘, insgesamt 86 Prozent in eine der beiden Top-Kategorien (‚sehr gut‘ und ‚gut‘).“

 

Quelle: IW Köln

 

Und dazu zählt eben auch der Kreis Mettmann:

  • Erkrath Rang 311
  • Haan Rang 360
  • Heiligenhaus Rang 1.589
  • Hilden Rang 353
  • Langenfeld Rang 492
  • Mettmann Rang 627
  • Monheim Rang 910 – bundesweit sogar Spitzenreiter im Bereich „Digital“
  • Ratingen Rang 628
  • Velbert Rang 402
  • Wülfrath Rang 1.385

 

„Diese Studie ist eine großartige Bestätigung für die engagierte Arbeit unserer Städte, Gemeinden und der Kreisverwaltung“, kommentiert Landrätin Dr. Bettina Warnecke, mahnt aber auch: „Die Studie macht klar, dass wir weiterhin in unsere Infrastruktur, unsere Schulen und die medizinische Versorgung investieren müssen, um die hohe Lebensqualität im Kreis Mettmann auch für die Zukunft zu sichern. Besonders in Zeiten des demografischen Wandels und der digitalen Transformation sind das wichtige Aufgaben, denen wir uns stellen.“

 

Wo sind die Menschen eher unzufrieden?

Die Studie „Geographien der Unzufriedenheit – Daseinsvorsorge“ basiert auf 17 Indikatoren aus den Bereichen Digitalisierung, Gesundheit, Mobilität, Freizeit und Bildung.

Demnach belegt die Gemeinde Haar im Landkreis München deb Gesamtrang 1.

Die Hauptstadt Berlin kommt auf Platz 6.

Bonn folgt als erste NRW-Stadt auf Rang 12.

 

Auch einige Mittel- oder Kleinstädte schneiden überraschend gut ab: Memmingen im Allgäu kommt deutschlandweit auf Rang 5, Friedrichroda im Thüringer Wald auf Rang 10.

Allerdings gibt es auch einige „abgeschlagene“ Großstädte: Würzburg landet nur auf Rang 1.705, Oldenburg auf 1.462.

Schlusslicht des Rankings ist Hirschthal in der Südwestpfalz.

In Mecklenburg-Vorpommern beispielsweise gilt mehr als jede zweite Gemeinde als „sehr schlecht“ versorgt. Ostdeutsche Städte schneiden demgegenüber besonders gut ab: 30 Prozent von ihnen sind „sehr gut“ versorgt, unter den westdeutschen Städten sind es nur knapp 20 Prozent.

 

Weitere Erkenntnisse: Die Mehrheit der Befragten (53,2 Prozent) in Deutschland ist mit der Daseinsvorsorge im eigenen Umfeld zufrieden. Dabei zeigt sich ein Unterschied zwischen urbanen Umfeldern (55,2 Prozent Zufriedenheit) und ländlichen Räumen (45,1 Prozent Zufriedenheit).

 

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Unter Anhängern von SPD, Union und Grünen hält rund jeder Zweite die Versorgung vor Ort für zuverlässig.
Allein bei AfD-Anhängern überwiegt die Unzufriedenheit: 39 Prozent halten ihre Daseinsvorsorge für nicht zuverlässig, nur 26 Prozent für zuverlässig.

Studienautor Matthias Diermeier erklärt dazu: „Die Bewertung der lokalen Daseinsvorsorge ist aber elementar für die Zufriedenheit mit der Demokratie: Will man der politischen Entfremdung entgegenwirken, reicht Geld allein nicht. Entscheidend sind nicht nur die tatsächlichen öffentlichen Angebote, sondern vielmehr wie diese wahrgenommen werden.“

 

Die komplette Studie gibt es hier nachzulesen.

 

Quelle: Kreis Mettmann / IW

bearb: KA
Foto:

 

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