Pilotprojekt in „kinderfreundlicher Kommune“: Wie demokratisch ist Haan für Kinder und Jugendliche?

Befragungen und Interviews: Was bietet die Gartenstadt jungen Menschen an Beteiligung und Mitbestimmung?

Demokratie ist nicht nur für Erwachsene ein Thema. Das neue Fördervorhaben „Kinderrechtsbasierte Demokratieförderung in Kommunen“ des Vereins Kinderfreundliche Kommunen e.V. will nun herausfinden, wie Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 18 Jahren Demokratie in ihrem Alltag, in Kitas, Schulen, Jugendzentren und Vereinen erleben. Neben Mannheim und Germering gehört auch Haan zu den Pilotstädten der Untersuchung – denn sie führen bereits das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“.

 

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Vereine, freie Träger etc. können ihre Angebote melden

„Demokratie lebt davon, dass junge Menschen ihre Stimme einbringen und erleben, dass ihre Meinung zählt“, erklärt Dr. Iris Engelhardt vom Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V., der über 60 Städte, Gemeinden und Landkreise bei der Umsetzung der Kinderrechte begleitet.

Mit ihrem Projekt will sie daher bestehende Angebote der Demokratieförderung systematisch erfassen, auswerten und gezielt Lücken schließen. Das Vorhaben wird vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

 

Im ersten Schritt werden lokale Akteure befragt, welche kinderfreundlichen Angebote die beteiligten Gemeinden machen, z.B. Mitbestimmungsprojekte in Schulen oder Beteiligungsformate in Jugendzentren, der Kommunalentwicklung oder Vereinen. So soll ein klares Bild entstehen: Wo gibt es bereits starke Strukturen? Wo fehlen noch Angebote? Welche Zielgruppen erreichen wir zu wenig? Auf dieser Grundlage sollen bestehende Formate gestärkt oder neue Projekte entwickelt werden.

Haaner Einrichtungen, Vereine, Verbände, freie Träger sowie alle weiteren Akteurinnen und Akteure, die Angebote zur Demokratieförderung für Kinder und Jugendliche anbieten, werden gebeten, ihre Angebote bis zum 25. Juni 2026 an die Koordinatorin Kinderfreundliche Kommune Stadt Haan, Leandra Fuchs, unter Telefon 02129 911-515 oder E-Mail Leandra.Fuchs@stadt-haan.de zu melden.

 

„Kinderrechtsbasierte Demokratieförderung ist kein Zusatz, sondern ein Qualitätsmerkmal zukunftsorientierter Kommunalentwicklung“, betont Dr. Engelhardt. Durch die Beteiligung an dem Projekt „werden junge Menschen nicht erst auf Demokratie vorbereitet, sondern sie erleben diese als Teil ihres Alltags. Das stärkt ihr Vertrauen in demokratische Prozesse und zeigt: Beteiligung wirkt.“

 

Quelle: Stadt Haan
bearb: KA
Fotos: Archiv anzeiger24.de / KI generiert

 

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