
Die Haaner Stadtverwaltung macht Bildung für nachhaltige Entwicklung und Ressourcenschonung zum Gemeinschaftsprojekt: Ende Oktober erhielten Haaner Kitas und Schulen im Rahmen eines vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz und der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) geförderten Projektes nun erstmalig Geldprämien aus dem sogenannten „Energiesparmodell“.
Das auf vier Jahre angelegte Fördervorhaben soll Bildungseinrichtungen dabei unterstützen, Energie und Wasser sparsam zu nutzen, Abfall zu vermeiden und gleichzeitig Nachhaltigkeit erlebbar zu machen: „Uns ist wichtig, dass die Schulen und Kitas in Haan nicht allein gelassen werden, sondern gezielt unterstützt werden – durch das Energiesparmodell, aber auch durch unsere Begleitung und pädagogische Angebote vor Ort“, erklärt Christoph Thuir, der das Projekt in der Stabsstelle für Klima, Umwelt und Mobilität als Energiesparmanager für Kitas und Schulen koordiniert.
Die Einrichtungen werden dabei an den direkten Einsparungen bei Gas, Strom und Wasser finanziell beteiligt. Weil nicht alle Gebäude dieselben technischen Voraussetzungen und Einsparpotenziale bieten, werden über ein Punktesystem auch pädagogische Aktivitäten wie durchgeführte Bildungsangebote und Mitmachaktionen belohnt. Die Auszahlungen an die Einrichtungen mit messbaren Einsparerfolgen und solche, die sich besonders aktiv mit Umwelt- und Zukunftsfragen auseinandersetzen, eröffnet den Kitas und Schulen die Möglichkeit, Teile der in der Stadtkasse eingesparten Gelder für eigene Wunschprojekte einzusetzen, für die es sonst kein Budget gegeben hätte.
In vielen Haaner Einrichtungen wird bereits intensiv an einem bewussteren Umgang mit Energie und Ressourcen gearbeitet. Im Austausch mit den Leitungen des Familienzentrums Märchenwald und der Gemeinschaftsgrundschule Gruiten (GGS Gruiten) zeigte sich, wie engagiert und kreativ das Thema Nachhaltigkeit bereits in den pädagogischen Alltag eingebunden wird: „In unserem Familienzentrum, aber auch in vielen anderen Haaner Einrichtungen, laufen bereits seit Langem tolle Angebote zum Thema Nachhaltigkeit. Umso mehr freuen wir uns über die Unterstützung durch das Energiesparmodell. Mit dem zusätzlichen Geld möchten wir Sitzgelegenheiten für unser Waldstück im Außengelände anschaffen, um dort einen festen Raum für Natur- und Umweltangebote zu schaffen“, berichtet Tanja Schäfer, Leiterin des Familienzentrums Märchenwald.
Auch Marcus Weikämper, Schulleiter der GGS Gruiten, hat bereits konkrete Ideen zum Einsatz der ausgezahlten Prämie: „Wir möchten auf der Dachterrasse Hochbeete für unsere Garten-AG anschaffen, damit die Kinder selbst Gemüse anbauen, pflegen und ernten können. Dabei geht es uns nicht nur um das Gärtnern an sich, sondern auch um Themen wie Kreislaufwirtschaft, Boden, Wasser und gesunde Ernährung. Besonders wichtig ist uns, dass wir bei der Materialauswahl auf langlebige und möglichst nachhaltige Lösungen achten – auch das war Bestandteil unseres Austauschs der Stadtverwaltung.“
Insgesamt wurden in diesem Jahr rund 9.400 Euro an die teilnehmenden Bildungseinrichtungen ausgezahlt. Die Stadt Haan bedankt sich herzlich bei allen Beteiligten für ihr Engagement und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit in den kommenden Projektjahren. Gemeinsam erklärtes Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und Bildungseinrichtungen im Bereich Umwelt- und Klimaschutz künftig noch stärker zu verzahnen.
Weitere Informationen zum Projekt finden sich auf der städtischen Homepage unter www.haan.de/Energiesparmodelle-für-Kitas-und-Schulen sowie auf dem Instagram-Account @klimaschutz_haan
Infos/Foto: Stadt Haan, Bearbeitung anzeiger24.de: BL
BUZ: (v.l.) Markus Weikämper, Christoph Thuir, Tanja Schäfer
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