
Die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses beraten heute (30. Juni 2026) über den Bürgerantrag des Haaner Turnerbundes (HTB) 1890 e.V. zur Zukunft der Turnhalle Bachstraße. Der Verein möchte erreichen, dass sein Konzept bei der Machbarkeitsstudie und der Standortsuche für den Neubau der GGS Unterhaan berücksichtigt wird. Der Neubau der Grundschule soll entweder am aktuellen Hauptstandort Steinkulle oder alternativ am Ausweichstandort Bachstraße (Abriss des VHS-Gebäudes) entstehen.
Die Stadtverwaltung hat eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, um beide Standorte final zu bewerten, bevor der Rat der Stadt Haan den endgültigen Beschluss fasst. Nach den Vorstellungen des HTB soll die Turnhalle an der Bachstraße künftig als moderne Geräteturnhalle mit festen Einbauten ausschließlich von den Turnabteilungen des Vereins genutzt werden. Die Verwaltung schlägt für die heutige Ausschusssitzung vor, den Antrag an den Ausschuss für Bildung und Sport zu verweisen und ihn gleichzeitig bis zur endgültigen Entscheidung über den Neubau – insbesondere zum Standort der GGS Unterhaan – zurückzustellen.
Sollte an der Bachstraße ein HTB Turnzentrum entstehen, könnten nach Angaben des Vereins Hallenzeiten in der Sporthalle Diekerstraße frei werden, die anderen Vereinen und Sportarten zur Verfügung stünden. Zudem verweist der HTB auf mögliche Vorteile für den inklusiven Sport sowie auf zusätzliche Hallenkapazitäten für weitere Vereine.
Unterstützung erhält der HTB dabei vom Turnverband Niederberg und vom Rheinischen Turnerbund. Der Turnverband Niederberg, Dachorganisation von 41 Turn- und Mehrspartenvereinen mit rund 14.200 Mitgliedern in der Region, spricht sich in einem Schreiben ausdrücklich für eine exklusive Nutzung der Halle durch den HTB aus. Der Rheinische Turnerbund, der nach eigenen Angaben mehr als 1.100 Vereine mit rund 300.000 Mitgliedern vertritt, unterstützt den Antrag ebenfalls. Beide Verbände sehen in einer fest eingerichteten Gerätturnhalle bessere Voraussetzungen für Kinder- und Jugendsport, Leistungsförderung und ehrenamtliches Engagement.
Der HTB argumentiert außerdem, dass die Weiternutzung der bestehenden Halle sowie ein hoher Anteil an Eigenleistungen dazu beitragen könnten, die Kosten für die Stadt zu begrenzen und vorhandene Ressourcen nachhaltig zu nutzen.
Bearbeitung anzeiger24.de: BL
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