Kleine Bürgerinnen und Bürger mit großen Ideen

Kinder- und Jugendaktivtag in Haan begeisterte alle Teilnehmenden

Am Samstag, 17. Januar 2026, verwandelte sich das Jugendhaus Haan in eine echte Zukunftswerkstatt. Beim „Kinder- und Jugendaktivtag“ nahmen 48 engagierte Kinder das Ruder in die Hand. Zwischen Pizzabacken und Playmobil-Szenen ging es vor allem um eines: Mitbestimmung. 

 

Die Ergebnisse des Tages sollen in den neuen Kinder- und Jugendförderplan der Stadt einfließen.

 

Es war laut, es war kreativ und vor allem war es produktiv. Dass Politik und Stadtplanung keineswegs langweilig sein müssen, bewiesen die knapp 50 teilnehmenden Kinder eindrucksvoll. An vier verschiedenen praxisnahen und kindgerechten Mitmachstationen konnten sie ihre Meinung sagen, Kritik üben und Visionen für ein kinderfreundliches Haan entwickeln.

 

 

Apotheken-Dr-Peterseim

 

Von der Stadtplanung bis zum Bürgermeisteramt
An der Station „Meine Stadt & Infrastruktur“ wartete ein riesiger Stadtplan darauf, erkundet zu werden. Die Kinder markierten ihre Schulwege, pinnten Orte an, an denen sie gerne ihre Freizeit verbringen, und zeigten mitgebrachte Fotos. Doch es ging nicht nur um Lob: Unter der Fragestellung „Was fehlt mir?“ entstanden konkrete Ideen für die Stadtplanung.

 

Die Station „Mitbestimmung“ ging noch einen Schritt weiter. Auf Grundlage der selbstgestalteten Plakate für die Kinderparlamentswahl, wurden alle für die Kinder wichtigen Themen zusammengestellt. Sie schlüpften in die Rolle des Stadtoberhauptes und die zentrale Frage lautete: „Wenn ich Bürgermeisterin oder Bürgermeister wäre, was wäre mir am Wichtigsten?“ 

 

Dazu konnten sie ihre wichtigsten Themen bepunkten. Zudem wurde ganz pragmatisch darüber abgestimmt, über welche Kanäle Kinder eigentlich informiert werden möchten. Ein Highlight war hier der Playmobil-Tisch: Szenen des Zusammenlebens wurden nachgestellt, fotografiert und gefilmt – ein spielerischer Zugang zu komplexen gesellschaftlichen Themen.

 

Gesundheit und Kreativität
Dass Partizipation hungrig macht, war eingeplant. An der Station „Gesund leben“ wurde nicht nur theoretisiert, sondern angepackt. Die Kinder backten selbst Pizza und schnitten frische Obstspieße. Ernste Lerneffekte gab es spielerisch dazu: Ein Zuordnungsspiel entlarvte versteckten Zucker in Lebensmitteln, und an einer lebensgroßen Ernährungspyramide konnten die Kinder ihr Wissen testen.

 

In der „Kreativwerkstatt“ wurde schließlich geträumt und gebaut. Mit verschiedensten Materialien bastelten die Kinder Modelle ihrer Lieblingsspielplätze oder entwarfen komplett neue Wohlfühlorte. Die entstandenen Exponate zeigten eindrucksvoll, wie viel Fantasie und Innovationskraft in der jungen Generation steckt.

 

Großes Finale mit dem Haaner Hahn
Den Abschluss bildete ein gemeinsames Quiz im Stil des Klassikers „1, 2 oder 3“. In den Kategorien „Unsere Stadt“, „Demokratie“ und „Kinderrechte“ zeigten die Teilnehmenden, dass sie bereits Experten in eigener Sache sind und über ein erstaunliches Hintergrundwissen verfügen.

Nach der Präsentation der Werke gab es für jedes Kind nicht nur eine offizielle Teilnahmeurkunde, sondern auch eine besondere Überraschung: Ein Plüsch-Hahn, das Maskottchen der Stadt, durfte als Erinnerung mit nach Hause genommen werden.

Fazit

Das Fazit des veranstaltenden Teams des Jugendamtes der Stadt Haan, fiel dann auch durchweg positiv aus. Sarah Wendel (stellvertretend für das Team): „Wir haben viele Kinder erreicht. Durch das Format konnten wir Partizipationsmöglichkeiten erlebbar machen, und durch die Einbindung in den Kinder- und Jugendförderplan hoffentlich auch wirksam werden lassen. Die bisherigen Strukturen der Beteiligungsmöglichkeiten im Kinderparlament und Jugendparlament können durch offenere und projektbezogene Formate weiter in den Blick genommen werden, um auch Kinder zu erreichen, die sich nicht für längere Zeit in ein Amt wählen lassen wollen, aber ihre Meinung gerne punktuell äußern möchten.“

 

Quelle/Foto: Stadt Haan, Bearbeitung anzeiger24.de: BL

 

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