
Die Diskussion um überhöhte Geschwindigkeiten auf Haaner Straßen nimmt erneut Fahrt auf. Die Wählergemeinschaft Lebenswertes Haan (WLH) wirft Verwaltung und Politik vor, beim Thema Verkehrsberuhigung seit Jahren zu langsam voranzukommen. Die Stadtverwaltung weist die Kritik jedoch zurück und verweist auf bereits laufende Prüfungen sowie ein umfassenderes Verkehrskonzept.
WLH sieht akuten Handlungsbedarf
Nach Ansicht der WLH gibt es in mehreren Bereichen des Stadtgebiets weiterhin Probleme mit Raserei und gefährlichen Verkehrssituationen. Die Fraktion fordert deshalb eine bessere Erfassung besonders belasteter Straßenabschnitte und schnellere Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung.
Aus Sicht der Partei werde das Thema seit Jahren diskutiert, ohne dass Bürger eine deutliche Verbesserung wahrnehmen könnten. Die WLH kritisiert insbesondere langwierige Abstimmungen und fehlende sichtbare Ergebnisse.
Verwaltung setzt auf Gesamtkonzept
Die Stadtverwaltung betont dagegen, dass das Thema längst bearbeitet werde. Bereits im vergangenen Jahr sei ein Verkehrssicherheitskonzept vorgestellt worden. Zudem würden Geschwindigkeitsüberschreitungen regelmäßig kontrolliert und ausgewertet.

Nach Angaben der Verwaltung könne die Problematik nicht allein durch einzelne Tempolimits gelöst werden. Vielmehr müsse die gesamte Verkehrssituation betrachtet werden, damit sich Probleme nicht lediglich auf andere Straßen verlagern.
Maßnahmen werden geprüft
Im Mittelpunkt der Überlegungen stehen unter anderem Geschwindigkeitsbegrenzungen, bauliche Veränderungen sowie weitere verkehrslenkende Maßnahmen. Die Verwaltung verweist darauf, dass solche Eingriffe sorgfältig geprüft und mit verschiedenen Behörden abgestimmt werden müssten.
Gleichzeitig kündigte die Stadt an, die aktuelle Datenlage erneut auszuwerten. Noch vor der Sommerpause solle geprüft werden, an welchen Stellen zusätzlicher Handlungsbedarf besteht. Ein entsprechender Bericht wird nach der Sommerpause erwartet.
Kritik an langsamen Fortschritten bleibt bestehen
Für die WLH geht dieser Prozess jedoch nicht schnell genug. Die Fraktion befürchtet, dass die Diskussion erneut ohne konkrete Ergebnisse endet. Gerade Anwohner stark belasteter Straßen erwarteten inzwischen sichtbare Veränderungen statt weiterer Prüfaufträge.
Die Verwaltung hält dagegen, dass nachhaltige Lösungen Zeit benötigten und Schnellschüsse wenig helfen würden. Ziel sei ein Verkehrskonzept, das sowohl die Sicherheit erhöht als auch neue Belastungen in anderen Bereichen vermeidet.
Quelle: Stadt Haan
bearb: LT
Fotos/Video: ChatGPT-KI
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