
Die Haaner Taschengeldbörse könnte demnächst zurückkehren. Das Jugendparlament beschäftigt sich derzeit mit einer Neuauflage des Projekts, das Anfang 2020 mit dem Ziel gestartet war, Jugendliche und ältere oder hilfsbedürftige Menschen zusammenzubringen.
Kleine Hilfen im Alltag gegen Aufwandsentschädigung
Das Konzept sah vor, dass Jugendliche kleinere Alltagshilfen übernehmen – etwa Einkäufe, Gartenarbeiten oder Botengänge – und dafür eine kleine Aufwandsentschädigung erhalten. Organisiert wurde das Angebot damals gemeinsam vom Jugendparlament, dem Seniorenbeirat und der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Haan, die die Vermittlung koordinierte.
Die Taschengeldbörse galt über mehrere Jahre als erfolgreiches Generationenprojekt. Neben der praktischen Unterstützung für Senioren stand vor allem der Austausch zwischen Jung und Alt im Mittelpunkt. Jugendliche konnten erste Verantwortung übernehmen und Erfahrungen im sozialen Bereich sammeln.

Ende aus organisatorischen Gründen
Finanziert wurde das Angebot mit vergleichsweise geringen städtischen Mitteln. Die organisatorische Betreuung lag jedoch vollständig bei der AWO. Dort fehlten zuletzt personelle Kapazitäten, um das Projekt weiterzuführen. Deshalb wurde die Taschengeldbörse eingestellt – nicht wegen mangelnder Nachfrage oder negativer Erfahrungen.
Nach Angaben aus dem politischen Umfeld wird die frühere Initiative weiterhin positiv bewertet. Deshalb wird nun geprüft, ob die Taschengeldbörse mit neuer organisatorischer Struktur erneut starten kann. Diskutiert werden unter anderem Lösungen über ehrenamtliche Träger oder eine Anbindung an bestehende Seniorenangebote der Stadt.
Bericht: Stadt Haan & LT
Fotos/Video: anzeiger24.de / ChatGPT-KI
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