
Im Stadtentwicklungsausschuss hatte sich vor einer Woche (10. März 2026) eine knappe Mehrheit für eine sogenannte Veränderungssperre des Areals (Düsseldorfer Straße / östlich Schlehdornweg) in Unterhaan ausgesprochen. Diese würde neue Bauvorhaben wie die Ansiedlung eines Drogeriemarkts vorerst verhindern. Ob diese Mehrheit im Stadtrat Bestand hat, wird heute schon Thema im Haupt- und Finanzausschuss abzeichnen und sich in der Sitzung am 24. März 2026 entscheiden.
Parallel dazu läuft bereits ein Rechtsstreit: Die Drogeriekette Rossmann, die ein Grundstück auf dem Areal in Unterhaan besitzt, hatte im Sommer 2025 eine Bauvoranfrage gestellt, die von der Stadt negativ beschieden wurde. Rossmann hat wohl inzwischen Rechtsmittel gegen die Stadt Haan eingereicht. Auch die Stadt lässt sich wie aus der Sitzungsvorlage hervorgeht juristisch beraten, um das weitere Vorgehen zu klären.
Die Wählergemeinschaft Lebenswertes Haan (WLH) kritisiert das Vorgehen von Verwaltung und Ratsmehrheit scharf und fordert ein Umdenken. Sie sieht in der aktuellen Linie eine Blockade, die sowohl wirtschaftlich als auch städtebaulich nachteilig sei. Die WLH hat daher beantragt, den Verwaltungsvorschlag zur Veränderungssperre abzulehnen. Stattdessen soll geprüft werden, wie die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden können, um einen Drogeriemarkt auf dem betroffenen Grundstück doch noch zu ermöglichen.
Die Entscheidung des Stadtrats gilt als richtungsweisend – nicht nur für das konkrete Bauvorhaben, sondern auch für die künftige Entwicklung des Nahversorgungsstandorts in Unterhaan.
Bearbeitung anzeiger24.de: BL, Symbolfoto: pixabay
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