Rathausneubau in Haan: FDP favorisiert die „Rathauskurve“

In die Debatte um den Neubau des Haaner Rathauses kommt Bewegung. Kurz vor einer ersten Richtungsentscheidung im Stadtrat am 7. Juli 2026 bringt sich die FDP mit einem klaren Vorschlag in Stellung: Aus Sicht der Liberalen biete die sogenannte „Rathauskurve“ die besten Voraussetzungen für eine künftige Zwei-Standort-Lösung aus historischem Rathaus und neuem Verwaltungsgebäude.

 

Die Arbeitsgruppe „AG Rathausneubau“ steuere auf eine entscheidende Phase zu. Bevor der Stadtrat am 7. Juli eine erste Entscheidung treffen solle, wolle sich die AG am 29. Juni unter anderem mit möglichen Einsparpotenzialen in den Bereichen Technik und Raumprogramm befassen. Im Mittelpunkt der öffentlichen Debatte dürfte jedoch vor allem die Standortfrage stehen.

 

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Vier Standorte im Rennen

Nach Angaben der FDP stünden derzeit vier Varianten zur Diskussion: der bislang vorgesehene Bereich Windhövel/Neuer Markt mit verändertem Planungsansatz, die Alleestraße, ein neuer Standort auf der grünen Wiese sowie die sogenannte Rathauskurve in unmittelbarer Nähe des historischen Rathauses.

 

Die FDP begrüße dabei ausdrücklich den inzwischen diskutierten Ansatz einer Zwei-Standort-Lösung. Demnach solle das historische Rathaus erhalten bleiben und durch ein zusätzliches Verwaltungsgebäude ergänzt werden. „Es kommt endlich konstruktive Bewegung in die Rathausplanung“, sagt der stellvertretende FDP-Vorsitzende Matthias M. Machan.

 

FDP setzt auf Kombination aus Alt und Neu

Für die Liberalen sei die Linie in der Rathausfrage bereits seit längerem klar. Schon zur Kommunalwahl 2025 habe die Partei unter dem Motto „Das Rathaus neu denken“ für eine Lösung an einem Standort geworben, der möglichst viele Interessen berücksichtige. Ein solcher Ort könne aus ihrer Sicht die Rathauskurve sein – ein zentrales Grundstück direkt am historischen Rathaus, das derzeit vor allem als Parkplatz genutzt werde.

 

Machan, der für die FDP im Stadtentwicklungsausschuss und im Gestaltungsbeirat sitze, sehe dort mehrere Vorteile. Ein neues Verwaltungsgebäude könnte nach seiner Vorstellung mit einer Tiefgarage geplant werden; im Erdgeschoss wäre Platz für einen großflächigen Einzelhandel. Dadurch ließen sich nach Einschätzung der FDP zusätzliche Mieteinnahmen für die Stadt erzielen.

 

Rathausdebatte mit Blick auf den Einzelhandel

Die Liberalen verknüpfen ihren Vorschlag zugleich mit der Diskussion um das Drogeriemarktangebot in Haan. Aus Wettbewerbssicht sei die derzeitige dm-Fläche am Neuen Markt mit rund 450 Quadratmetern wenig attraktiv, argumentiert Machan. „Viel zu klein und ohne Parkplatz-Anbindung.“

 

Moderne Drogeriemärkte benötigten heute meist Verkaufsflächen zwischen 500 und 800 Quadratmetern, um ihr Sortiment wirtschaftlich präsentieren zu können, so die Einschätzung der FDP. Während früher auch kleinere Flächen funktioniert hätten, bräuchten Filialisten wie dm oder Rossmann inzwischen mehr Platz.

 

Nach Vorstellung der Liberalen könnte ein Neubau an der Rathauskurve damit gleich mehrere Fragen zusammenführen: die Unterbringung der Verwaltung, die künftige Nutzung eines zentralen Grundstücks und mögliche neue Perspektiven für den Einzelhandel in der Innenstadt.

 

Quelle: FDP Haan, Foto: anzeiger24.de, Bearbeitung anzeiger24.de: BL

BUZ: Matthias M. Machan, stellvertretender Vorsitzender der Haaner FDP, plädiert beim Rathausneubau für die Rathauskurve und ein Ensemble aus historischem Rathaus und Verwaltungsgebäude. Foto: FDP Haan

 

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