Kreis Mettmann greift durch: Sandberg und Hildener Heide werden eingezäunt

Natur und Lebewesen sollen geschützt werden – viele Spaziergänger und Hundehalter verlassen immer wieder die Wege

Wolfgang M. geht seit Jahrzehnten mit seinen Hunden in der Hildener Heide spazieren. Doch beim letzten Besuch war plötzlich etwas anders: Reihenweise wurden auf dem Sandberg wuchtige Holzpfähle gesetzt. Soll hier vielleicht ein Zaun gebaut werden? Das fände er sehr ärgerlich – kostet viel Geld und macht sich nicht gut in der Landschaft, findet der Hildener.

Wir fragen nach – Was genau entsteht hier?

 

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Heide durch Fehlverhalten immer wieder zerstört

Der Kreis Mettmann teilt uns mit, dass die Untere Naturschutzbehörde die Einzäunung der sandigen Heideflächen im Naturschutzgebiet beschlossen hat: „Das ist leider nötig geworden, um die Heidelandschaft mit ihren seltenen Tier- und Pflanzenarten zu schützen und wiederherzustellen.“

Der Bereich Sandberg und Umfeld beherbergen die „größte Zauneidechsenpopulation in der Region“, und die Zauneidechse benötige zur Eiablage „sandige, wenig bewachsene und besonnte Lebensräume. In diesen Habitaten überwintert auch ein Teil der Population“, heißt es weiter.

 

In den vergangenen 15 Jahren seien die am Südhang dicht wachsende lila blühende Besenheide durch Spaziergänger, Mountainbikefahrer und freilaufende Hunde immer wieder zerstört worden: „In Naturschutzgebieten dürfen die Wege nicht verlassen werden – daran halten sich leider nicht alle. Dieses Fehlverhalten hat zur Folge, dass der sandig-feinkörnige Boden durch Regen abgespült und weiter aufgerissen wird.“

Unangeleinte Hunde würden Zauneidechseneier ausgraben und die Tiere im Winterschlaf massiv stören. Auch seltene Heuschrecken und andere Insektenarten sowie die Besenheide hätten dadurch „einen ganz wesentlichen Lebensraum verloren“.

 

Durch die Einzäunung sollen sich die Flächen „wieder zu trockenen Sandrasen und Heideflächen entwickeln“ können, erklärt die Kreisbehörde: „Hierfür werden die Heidebereiche durch Schafbeweidung und Mahd von Gehölzen freigehalten. Die Zäune dienen zur Beweidungszeit also gleichzeitig als Gatter für die Schafe.“

Der Zaun und die Errichtung werden wohl rund 50.000 Euro kosten. Ende März 2026 soll alles fertig gestellt sein, sagt der Kreis Mettmann abschließend.

 

Bericht: KA
Foto: anzeiger24.de

 

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