Kreis Mettmann greift durch: Sandberg und Hildener Heide eingezäunt

Natur und Lebewesen sollen geschützt werden – viele Spaziergänger und Hundehalter verlassen immer wieder die Wege

Viele Naturliebende erfreuen sich an der Idylle in der Hildener Heide. Vor allen auf dem Sandberg genießen sie die Aussicht auf die prachtvolle Grünlandschaft. Doch dieser heimelige Anblick ist seit einigen Wochen etwas getrübt: Die Untere Naturschutzbehörde im Kreis Mettmann ließ hier entlang des Gehwegs einenn Zaun errichten, der wahrlich keine Augenweide darstellt. 

Warum? 

 

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Heide durch Fehlverhalten immer wieder zerstört

Der Kreis Mettmann teilte uns bereits im Frühjahr mit, die Einzäunung der sandigen Heideflächen im Naturschutzgebiet sei „leider nötig geworden, um die Heidelandschaft mit ihren seltenen Tier- und Pflanzenarten zu schützen und wiederherzustellen.“

Der Bereich Sandberg und Umfeld beherbergen die „größte Zauneidechsenpopulation in der Region“, und die Zauneidechse benötige zur Eiablage „sandige, wenig bewachsene und besonnte Lebensräume. In diesen Habitaten überwintert auch ein Teil der Population“, heißt es weiter.

 

In den vergangenen 15 Jahren seien die am Südhang dicht wachsende lila blühende Besenheide durch Spaziergänger, Mountainbikefahrer und freilaufende Hunde immer wieder zerstört worden: „In Naturschutzgebieten dürfen die Wege nicht verlassen werden – daran halten sich leider nicht alle. Dieses Fehlverhalten hat zur Folge, dass der sandig-feinkörnige Boden durch Regen abgespült und weiter aufgerissen wird.“

Unangeleinte Hunde würden Zauneidechseneier ausgraben und die Tiere im Winterschlaf massiv stören. Auch seltene Heuschrecken und andere Insektenarten sowie die Besenheide hätten dadurch „einen ganz wesentlichen Lebensraum verloren“.

 

Durch die Einzäunung sollen sich die Flächen „wieder zu trockenen Sandrasen und Heideflächen entwickeln“ können, erklärt die Kreisbehörde: „Hierfür werden die Heidebereiche durch Schafbeweidung und Mahd von Gehölzen freigehalten. Die Zäune dienen zur Beweidungszeit also gleichzeitig als Gatter für die Schafe.“ 

 

Bericht: KA
Foto/Montage: anzeiger24.de / KI generiert

 

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