
Die CDU-Fraktion in Haan will das Thema Hitzeschutz im Umwelt- und Mobilitätsausschuss stärker in den Blick nehmen. Für die Sitzung am 8. Oktober 2026 hat sie beantragt, den auf Haan bezogenen Hitzeaktionsplan auf die Tagesordnung zu setzen. Gleichzeitig soll geprüft werden, wo auf städtischen Flächen weitere Bäume gepflanzt werden können.
Hintergrund ist der Hitzeaktionsplan des Kreises Mettmann, den der Kreistag am 16. Juli 2026 verabschiedet hat. Er sieht kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels vor. Dazu zählen unter anderem Entsiegelung und Begrünung, um Hitzeinseln zu reduzieren und die Regenwasserbewirtschaftung zu verbessern.
Die CDU möchte zudem, dass die Stadt die Endfassung ihres „Konzeptes für nachhaltige Klimaanpassung“ vorstellt. Dieses war vom Rat im Oktober 2025 beschlossen worden. Auch der geplante Einsatz des digitalen Klimaanpassungs-Tools „KomAdapt“ soll nach dem Willen der Fraktion bewertet werden. Die CDU fragt nach der Kosten-Nutzen-Relation des Systems.
Wo sind weitere Bäume möglich?
Konkret will die CDU von der Verwaltung wissen, welche städtischen Flächen entlang von Straßen für zusätzliche schattenspendende Bäume infrage kommen. Dafür soll die Stadt eine Übersicht möglicher Standorte vorlegen. Außerdem soll sie darstellen, welche Förderprogramme aktuell für Straßen- und Stadtbäume sowie für eine klimawandelgerechte Begrünung genutzt werden können.
Eine weitere Frage betrifft die sogenannte Kühle-Orte-Karte. Die CDU will wissen, ob es aus dem Beteiligungsverfahren entsprechende Anregungen gegeben hat und ob auf die aktuelle Karte des Kreises Mettmann in geeigneter Form hingewiesen wurde.
Als Begründung verweist die Fraktion auf die langanhaltende Hitzeperiode von Juni bis August 2026. Besonders in dicht bebauten Bereichen ohne ausreichende Verschattung bestehe Handlungsbedarf.
Als positives Beispiel nennt die CDU die Nachpflanzungen von Bäumen entlang der Düsseldorfer Straße. Gleichzeitig gebe es Straßen, an denen Schatten nahezu vollständig fehle. Als Beispiel führt die Fraktion die untere Deller Straße an: „Trotz teilweise großzügiger Vorgartenbereiche fehlt dort eine wirksame Verschattung des öffentlichen Straßenraums nahezu vollständig.“
Aus Sicht der CDU sollte deshalb systematisch untersucht werden, wo weitere Baumpflanzungen möglich sind. Straßenbäume könnten zur Hitzeminderung beitragen und zugleich die Aufenthaltsqualität verbessern.
Ob und in welcher Form die Verwaltung die Fragen beantwortet, soll im Umwelt- und Mobilitätsausschuss am 8. Oktober 2026 thematisiert werden.
Quelle: CDU Haan, Symbolfoto: KI erstellt mit Adobe Photoshop, Bearbeitung anzeiger24.de: BL
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