Bürgerinitiative nach erstem Treffen AG Rathausneubau skeptisch

Klärungsbedarf bei Standort und Konzept

Die Bürgerinitiative (BI)„Stopp des Mega-Schuldenprojektes Rathausneubau Haan“ zeigt sich nach dem ersten Treffen der neuen Arbeitsgemeinschaft mit Vertretenden aus den Ratsfraktionen und der Verwaltung nur teilweise zufrieden. Darüber informiert sie auf ihrer Facebook Seite.In einer Mail an Bürgermeister Vincent Endereß und Mitglieder der AG kritisiert die BI, dass in der Sitzung am 21. April 2026 vor allem nach Wegen gesucht worden sei, den geplanten Neubau doch noch im Schillerpark umzusetzen. Aus Sicht der Initiative seien dabei zentrale Bedenken vieler Bürger kaum berücksichtigt worden.

  

Carwash-Haan

 

Nach Angaben der BI stehen nicht nur die hohen Kosten und die drohende Verschuldung in der Kritik, sondern vor allem auch der Standort selbst. In zahlreichen Gesprächen mit Bürgern seit Anfang 2025 seien immer wieder alternative Lösungen genannt worden – etwa ein Verwaltungsgebäude an der Alleestraße, im Technologiepark oder an der sogenannten Rathauskurve. Viele Bürger würden zudem zwischen einem repräsentativen Rathaus und einem funktionalen Verwaltungsgebäude unterscheiden.

 

Die Initiative fordert deshalb, mehrere Alternativstandorte technisch und wirtschaftlich prüfen zu lassen. Gleichzeitig spricht sie sich für eine deutlich abgespeckte Planung aus. So solle der Flächenbedarf neu berechnet und auf teure Extras wie einen großen Sitzungssaal oder zusätzliche VHS-Räume verzichtet werden. Auch moderne Bürokonzepte mit weniger Einzelbüros könnten nach Ansicht der BI erhebliche Einsparungen bringen.

 

Weitere Vorschläge betreffen das Stadtarchiv und die VHS. Für das Archiv regt die BI externe Lagerlösungen oder Kooperationen mit Nachbarstädten an. Die VHS solle zunächst unabhängig vom Rathausprojekt betrachtet werden.

 

Die Bürgerinitiative fordert außerdem, sämtliche Vergleichsrechnungen öffentlich zu machen. Das solle Transparenz schaffen und zeigen, dass die Anregungen aus der Bürgerschaft ernst genommen werden. Insgesamt macht die BI deutlich, dass sie den bisherigen Kurs der Arbeitsgruppe kritisch sieht und deutlich mehr Offenheit für Alternativen erwartet.

  

Quelle: Facebook Seite der BI, Bearbeitung anzeiger24.de: BL

 

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