
Seit Februar 2026 sind viele Pendler zwischen Hagen, Wuppertal, Haan, Leverkusen und Köln buchstäblich „aus der Bahn geraten“. Die Gleisstrecke wird grundlegend saniert. Züge fahren nicht, dafür Schienenersatzbusse – was oft nervenaufreibend ist. Betroffen sind unter anderem die Linien S8 und RB48.
Bis Juli 2026 will die DB InfraGO zwischen Ruhrgebiet, Bergischem Land und Rheinland insgesamt 81 Kilometer Gleis, 50 Weichen sowie 29 Kilometer der Oberleitung erneuern oder instandsetzen, vier Kilometer Schallschutzwände errichten. Auch sollen zwölf Bahnhöfe durch barrierefreie Modernisierung und optische Aufwertung ertüchtigt werden, das kann aber voraussichtlich bis Ende 2027 dauern.
Nun ist Halbzeit, verkündet die DB InfraGO und zieht eine erste Bilanz.
Demnach wurden
- knapp 37 Kilometer Gleis und 23 Weichen erneuert,
- mit Hilfe eines 800 Meter langen Bauzugs 35 Kilometer Gleisbett gereinigt oder ausgetauscht,
- 400 Meter neue Schallschutzwände errichtet,
- die Abrissarbeiten an allen Bahnhöfen abgeschlossen,
- neue Bahnsteigkanten sowie die Fundamente für neue Dächer und Aufzüge an vielen Stationen gesetzt.
Die Arbeiten liegen also im Zeitplan, meint die DB InfraGO.
Weiterhin heißt es: „Die Sanierung der Strecke Hagen – Wuppertal – Köln findet in abwechselnden Sperrzuständen statt. Etwa ein Drittel der Bauzeit sind alle Gleise der Strecke für alle Züge voll gesperrt, während der restlichen Zeit ist auf der S-Bahnstrecke zwischen Hagen und Wuppertal bis Düsseldorf Zugverkehr möglich. Die nächste S-Bahnsperrung beginnt am 15. Mai und endet am 12. Juni 2026.“
Ab dem 11. Juli 2026 sollen wieder alle Züge wie gewohnt auf der sanierten Strecke verkehren.
Zur Kritik am SEV – unter anderem heißt es, viele Fahrer seien nicht ortskundig und die Taktung sei unzuverlässig – erklärt das Unternehmen: „Jeden Tag halten in der Spitze bis zu 200 Ersatzverkehrsbusse die Menschen in einer der am dichtesten besiedelten und verkehrsreichsten Regionen Deutschlands während der Bauarbeiten mobil. Die DB InfraGO, die Aufgabenträger und die Eisenbahnverkehrsunternehmen werden den Schienenersatzverkehr weiterhin engmaschig managen und bei Bedarf – gemeinsam mit DB Regio und go.on – zusätzliche Maßnahmen ergreifen.“
Alle Informationen rund um das Projekt finden Interessierte hier.
Quelle: Deutsche Bahn AG
bearb: KA
Archivfotos: anzeiger24.de
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