Rotarier unterstützen Schul-AG: Emotionales Tief überwinden

Ziel: Mentale Gesundheit statt seelische Belastung nach Corona

Nach den Herbstferien geht es nun weiter mit einem Schulprojekt, das auch für Janine Mertens (Foto l. mit Kollegin Vivien Horesch) und ihrem Team von der psychologisch-systemisch ausgerichteten Privatpraxis „Weiße Villa“ in Hilden nicht alltäglich ist: Seit dem Start des Schuljahres bietet die Praxis für die 9. und 10. Klassenstufe der Realschule Hochdahl eine freiwillige Arbeitsgemeinschaft an, die sich mit der „Förderung mentaler Gesundheit“ betiteln lässt. Die finanzielle Unterstützung des Rotary Club Hilden-Haan sorgt dafür, dass die Arbeitsgemeinschaft einmal in der Woche für jeweils zwei Schulstunden stattfinden kann.

 

Die AG könne „ein Weg sein, um aufklärend und präventiv bei Kindern und Jugendlichen zu wirken, die mit ihren seelischen Belastungen überfordert sind“, sagt die Psychologin, Psychoonkologin und systemische Therapeutin Janine Mertens. „Die Diskrepanz zwischen Anfragen nach Therapieplätzen und dem Angebot ist groß. Wir stellen fest, dass gerade im Zuge der Coronapandemie mit ihren mannigfaltigen Belastungen sich nicht nur Eltern und Lehrer, sondern vermehrt auch Jugendliche selbst an uns wenden.“

 

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Mit Selbstmanagement „gute Entscheidungen“ treffen

In der Arbeitsgemeinschaft geht es auch um Strategien und Übungen, die man anwenden kann, um aus einem emotionalen Tief herauszukommen und sich wieder handlungsfähig zu erleben.

Unter anderem geht es um das Selbstmanagement als Grundlage guter Entscheidungen und wie sich in der schwierigen Phase der Pubertät das eigene „Gedankenkarussell“ stoppen lässt – Thema Achtsamkeit.

Das Ziel ist, eine ganzheitliche Sicht auf mentale Gesundheit altersgerecht zu vermitteln und dies für die Jugendlichen erlebbar zu machen.

 

Da es vergleichbare Angebote an deutschen Schulen kaum gebe, soll es am Ende des Projekts ein Handbuch als Leitfaden geben. „Der könnte dann auch von anderen Schulen für vergleichbare Angebote genutzt werden“, sagt Janine Mertens.

 

Die Idee des Rotary-Hilden-Haan-Präsidenten Dieter Brenkens zur Arbeitsgemeinschaft passt zu einer Initiative des aktuellen Welt-Präsidenten von Rotary, Gordon McInally. Der Schotte hat die Förderung der psychischen Gesundheit zu einem Schwerpunkt seiner Präsidentschaft erklärt. „Mentale und emotionale Gesundheit sind entscheidend für unser allgemeines Wohlbefinden“, hatte McInally erklärt. „Mein Handlungsaufruf im Rahmen dieser neuen Initiative von Rotary besteht darin, dass wir uns dafür einsetzen, das Stigma zu beseitigen, über psychische Gesundheit zu sprechen, Betroffenen helfen, eine qualitativ bessere Versorgung zu finden, und sie auf ihrem Weg zur Genesung unterstützen.“

 

Quelle/Foto: Rotary Club Hilden-Haan und Neandertal

 


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