Update: Zugverkehr im Raum Leverkusen und Düsseldorf – Wie geht es weiter?

Seit Freitagmittag herrscht Chaos – Wann fahren die Züge wieder?

Ein Böschungsbrand auf der Bahnstrecke bei Langenfeld hat am Freitagmittag, 10. Juli 2026, den gesamten Bahnverkehr entlang des Rheins durcheinander gewirbelt – und ein Ende ist noch nicht in Sicht.

Und eigentlich sollte auch die Strecke Hagen – Wuppertal – Haan – Solingen – Leverkusen-Opladen und -Manfort – Köln zum 11. Juli 2026 nach einer mehrmonatigen Sanierung wieder geöffnet werden. Doch da gibt es immer noch ein Problem.

 

Hier ein Update (Stand: 11. Juli 2026, mittags).

 

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S6, RRX 1 und 5: Nichts geht mehr – wie lange noch? War Brand ein Sabotageakt?

Tausende von Fahrgästen sind gestrandet und teilweise ratlos, wie sie weiter kommen.
Nach wie vor gilt laut Deutscher Bahn:
Die S6-Bahnen aus Richtung Essen Hbf enden und beginnen in Langenfeld (Rheinl). Die Verbindungen zwischen Langenfeld und Köln-Worringen entfallen.
Ein Ersatzverkehr (SEV) mit vier Busse der Firma PM Mobility, zehn Bussen der Firma Univers und einem Bus der Firma BVR Reisen mit allen S-Bahn Halten zwischen Düsseldorf Hbf und Köln-Mülheim ist eingerichtet.
Wer nach Düsseldorf möchte, kann alternativ die Linie S 11 nutzen. Diese fährt dann allerdings linksrheinisch einen großen Bogen über Neuss. Das kann sich ziehen.

 

Die Züge der Linie RE 1 (RRX) aus Richtung Hamm (Westf) Hbf enden und beginnen in Düsseldorf Hbf. Die Folge sind Teilausfälle zwischen Düsseldorf Hbf und Köln Hbf.

Die Züge der Linie RE 5 (RRX) werden in beide Fahrtrichtungen zwischen Düsseldorf Hbf und Köln Messe/Deutz umgeleitet, und zwar über Neuss und Dormagen; die Zwischenhalte entfallen.

Und natürlich müssen auch die ICE enrtsprechend umgeleitet werden. 

Bedeutet: Die linksrheinische Strecke wird zusätzlich belastet.

Ein Ersatzverkehr (SEV) ist durch die Firma Univers mit vier Bussen zwischen Düsseldorf Hbf und Köln Hbf eingerichtet.

 

Was war passiert?

An der Heckenstraße in Lagenfeld ist in Gleisnähe ein Feuer ausgebrochen. Die lokale Feuerwehr konnte den Brand löschen und eine Ausbreitung verhindern. Jedoch wurden die Gleise so stark beschädigt, dass ein Betrieb nicht mehr möglich war.
Der Staatsschutz hat laut Medienberichte die Ermittlungen aufgenommen. Ein Sabotageakt wird nicht ausgeschlossen.

 

Und in der Tat: Laut dpa soll sich eine „linksextreme Gruppe“ namens „Kommando Angry Birds” zu dem Anschlag bekannt haben. Sie soll zwei Brandsätze gelegt und per Timer und Grillanzünder entfacht haben: einen an einem Kabelschacht an der Wupperbrücke, einen anderen auf Langenfelder Stadtgebiet.
Als Grund sollen die „Industriegegner“ das „Massensterben“ durch „technologische Eskalation“ angegeben haben: „Wir sind die Anti-Tech-Bewegung. Wir sind biozentrisch“, wird aus dem Brief zitiert.

 

Die DB arbeite „mit voller Kraft an der Reparatur der immensen Schäden“, heißt es vom Unternehmen. Im Laufe des Samstagnachmittags könnte die Strecke wieder frei gegeben werden, heißt es auf zuginfo.nrw. Allerdings sei ein Zeitpunkt „noch nicht abzuschätzen“. Wer also aktuell Reisepläne auf der Strecke hat, sollte sich dort umgehend informieren.

Schäden an Opladener Eisenbahnbrücke: Ein Gleis gesperrt

Trotz der Wiedereröffnung der Strecke Hagen – Wuppertal – Haan – Solingen – Leverkusen-Opladen und -Manfort – Köln an diesem Wochenende gibt es auf „noch einige Einschränkungen“, teilt die DB weiter mit: „Bei einer routinemäßigen Prüfung einer Eisenbahnbrücke in Opladen hat ein Prüfsachverständiger einen Schaden an einem tragenden Bauteil festgestellt. Aus Sicherheitsgründen musste deshalb eines der beiden Gleise gesperrt werden – das andere Gleis ist weiterhin mit normaler Geschwindigkeit befahrbar. Zugverkehr kann also stattfinden, aber nicht mit voller Kapazität.“

Die Brücke sei im Rahmen der abgeschlossenen Korridorsanierung nicht erneuert worden, weil die bisherigen Inspektionen – zuletzt Ende letzten Jahres – keine Schäden gezeigt hätten. Bei der Baumaßnahme wurden nur vier von 89 Brücken auf der Strecke saniert.

Heißt also für die Fahrgäste: „Aktuell finden auf der Strecke noch sogenannte Belastungsfahrten statt. Bis diese vollständig abgeschlossen sind, werden noch abschnittsweise Geschwindigkeitseinschränkungen für die Züge auf diesem Streckenabschnitt erforderlich sein und es kommt teilweise auch zu Anpassungen im Fahrplan.“

 

Bericht: KA

Quelle: DB / WDR / dpa 

Fotos: anzeiger24de / Emergency Report

 

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