
Sie gehört seit fast fünf Jahrzehnten zum Düsseldorfer Stadtbild und ist auch für viele Autofahrerinnen und Autofahrer aus der Region eine wichtige Verbindung. Seit ihrer Eröffnung in 1979 wird die Fleher Brücke täglich stark belastet, und der Verkehr nimmt stetig zu. Das hat natürlich Spuren hinterlassen, und immer wieder waren Reparatur- und Sanierungsarbeiten erforderlich. Schon seit längerem verfolgt die Autobahn GmbH daher das Ziel, die bestehende Brücke durch einen Neubau zu ersetzen. Zwar wird der Startschuss dafür wohl erst in den 2030er Jahren fallen. Bereits jetzt aber nimmt das Vorhaben weitere Formen an.
Wie die Autobahn GmbH mitteilt, werden in diesen Tagen Baugrunderkundungen im Bereich der bestehenden Rheinquerung durchgeführt.
Vorbereitende Untersuchungen für planerische Grundlagen
„Die einzelnen Bohrungen auf beiden Rheinseiten im Umfeld der Fleher Brücke dienen dazu, den Baugrund zu untersuchen und Daten zu Bodenaufbau und Tragfähigkeit für die weitere Planung des Ersatzneubaus zu gewinnen“, teilt das Unternehmen mit. „Es handelt sich um punktuelle Arbeiten mit mobilen Bohrgeräten, die jeweils nur kurzzeitig an einem Standort eingesetzt werden.“
Was die Nutzerinnen und Nutzer sicherlich beruhigen wird: Auswirkungen auf den Autoverkehr auf der A46 soll es dadurch nicht geben. Lediglich die Fuß- und Radwege werden nacheinander für wenige Tage gesperrt.
„Die jetzt anstehenden Baugrunderkundungen zählen zu den vorbereitenden Untersuchungen, mit denen die planerischen Grundlagen für das weitere Verfahren geschaffen werden“, heißt es weiter.
Schäden nicht mehr sanierbar – So sollen alte und neue Brücke errichtet werden
Der Neubau ist nach Ansicht der Autobahn GmbH notwendig, da bei regelmäßig durchgeführten Bauwerksprüfungen Schäden festgestellt wurden, die nicht mehr instandgesetzt werden können.
Geplant ist eine 380 Meter lange Strombrücke sowie eine 780 Meter lange Vorlandbrücke auf Neusser Seite. Der Neubau soll weitgehend im bestehenden Korridor erfolgen. Zusätzlich ist eine grundhafte Sanierung der A46 auf einer Länge von vier Kilometern zwischen den Anschlussstellen Neuss-Uedesheim und Düsseldorf-Bilk vorgesehen.
Zunächst wird westlich neben der heutigen Brücke ein erstes Teilbauwerk in provisorischer Lage errichtet. Nach dessen Fertigstellung wird der gesamte Verkehr über dieses Bauwerk geführt. Dann stehen jeweils zwei Fahrstreifen pro Fahrtrichtung zur Verfügung.
Im Anschluss wird die bestehende Fleher Brücke zurückgebaut und durch das zweite Teilbauwerk ersetzt. Nach dessen Fertigstellung wird das zunächst errichtete Teilbauwerk in seine endgültige Position verschoben. Erst danach kann die volle Kapazität mit insgesamt sechs Fahrstreifen wieder genutzt werden.
Um bis zur Fertigstellung des Ersatzneubaus einen sicheren Betrieb zu gewährleisten, hat die Autobahn GmbH bereits Verkehrsbeschränkungen eingeführt und die Fahrbahn auf zwei Spuren je Fahrtrichtung reduziert. Gleichzeitig laufen umfangreiche Unterhaltungsmaßnahmen, zudem wird die Brücke regelmäßig überprüft.
Quelle: Autobahn GmbH
bearb.: KA
Foto: Archiv anzeiger24.de
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