Mysteriöser Parkplatz an der Kirchstraße – Wer steckt dahinter? Wir haben nachgefragt

Hinweisschilder, Überwachungsmaßnahmen und drohende Zahlungsforderungen sorgen für Irritationen.

Auf einem privaten Grundstück in Haan, hinter dem Parkplatz von Denns BioMarkt, hat sich in den vergangenen Wochen sichtbar etwas verändert. Ein Bauwagen sowie verschiedene Baumaschinen deuten darauf hin, dass auf dem Areal offenbar Arbeiten vorbereitet oder bereits durchgeführt werden. Gleichzeitig wurden Hinweisschilder angebracht, die deutlich machen: Das Gelände darf nur noch von berechtigten Personen genutzt werden. Wer dort unbefugt hält, parkt oder auch nur wendet, muss mit einer sogenannten „Kompensationszahlung“ von mindestens 100 Euro (!) rechnen. Dabei handelt es sich um eine zivilrechtliche Forderung, die nach Angaben des beauftragten Unternehmens zur Abgeltung der unerlaubten Nutzung und der entstandenen Aufwendungen dienen soll.

 

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Verstöße werden umfangreich dokumentiert – sind Überwachungskameras im Einsatz?

Auf den Schildern wird außerdem darauf hingewiesen, dass Regelverstöße digital erfasst und zivilrechtlich verfolgt werden. Erfasst werden sollen insbesondere unerlaubtes Halten, Parken und Wenden. Nach Angaben des mit der Überwachung beauftragten Dienstleisters kann dabei auch Videotechnik zum Einsatz kommen.

Für manche Anwohner und Besucher wirft dies Fragen zum Umfang und zur rechtlichen Grundlage der Überwachung auf.

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Denns BioMarkt nicht beteiligt

Besonders hervorgehoben wird auf den Hinweistafeln, dass der benachbarte Denns BioMarkt in keinem Zusammenhang mit der Parkfläche steht. Kunden des Marktes können daher nicht automatisch davon ausgehen, die Stellplätze nutzen zu dürfen.

 

Kontaktversuche bleiben ohne konkrete Antworten

Um mehr über die Hintergründe zu erfahren, wurden an das Unternehmen parkvorgang.de nach eigenen Angaben mehrere E-Mails geschickt. Eine inhaltliche Antwort blieb aus. Auch ein anschließender Telefonanruf führte nicht zu einer Klärung.

Statt eines persönlichen Gesprächspartners meldete sich ein automatisiertes Sprachsystem, das allgemeine Informationen zur Kundenzufriedenheit bereitstellte, jedoch keine konkreten Auskünfte zum Eigentümer des Grundstücks oder zur geplanten Nutzung geben konnte.

Gerade dieser Umstand sorgt für Unverständnis: Einerseits wird mit erheblichen Zahlungsforderungen und rechtlichen Konsequenzen gedroht, andererseits bleiben zentrale Fragen unbeantwortet.

 

Eigentümer und Zukunftspläne weiter unbekannt

Bislang konnte weder eindeutig festgestellt werden, wem das Grundstück gehört, noch welche Nutzung dort künftig vorgesehen ist. Die sichtbaren Baugeräte und der Bauwagen lassen jedoch vermuten, dass Veränderungen auf dem Gelände bevorstehen.

Welche, das bleibt derzeit offen.

 

Bericht: LT

Fotos: anzeiger24.de

 

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