Betrugsserie in Haan: Senioren Opfer von dreisten Trickbetrügern

In gleich drei Fällen sind am Mittwoch, 13. Mai 2026, in Haan ältere Menschen Opfer von Betrugsdelikten geworden. Die Polizei ermittelt und warnt vor den immer ähnlicher werdenden Maschen, bei denen Täter sich unter falschen Vorwänden Zugang zu Wohnungen oder sensiblen Bankdaten verschaffen.

 

Dachdecker-Trick: Schmuck aus Wohnung gestohlen

Am Vormittag gegen 10.15 Uhr verschafften sich zwei bislang unbekannte Männer unter dem Vorwand, ein undichtes Dach reparieren zu müssen, Zugang zur Wohnung einer 91-jährigen Frau an der Dieker Straße. Während einer der Täter die Seniorin ablenkte, begab sich der zweite unbemerkt in das Schlafzimmer und entwendete Goldschmuck.

 

Erst nachdem die Männer die Wohnung verlassen hatten, bemerkte die Frau den Diebstahl und alarmierte die Polizei. Eine Fahndung im Umfeld blieb erfolglos.

 

Von einem der Täter liegt eine Beschreibung vor: etwa 40 Jahre alt, südländisches Erscheinungsbild, normale Statur, kurze schwarze Haare, dunkel gekleidet.

 

Carwash-Haan

 

Banktrick: Geldkarte und PIN erbeutet

Nur wenige Stunden später wurde eine 89-jährige Haanerin telefonisch von einer angeblichen Bankmitarbeiterin kontaktiert. Die Frau täuschte vor, es habe ungewöhnliche Kontobewegungen gegeben. Um eine Sperrung zu vermeiden, solle die Geldkarte überprüft werden.

 

Kurz darauf erschien eine vermeintliche Bankangestellte an der Wohnanschrift an der Breite Straße und holte sowohl Karte als auch PIN ab. Erst nach einer Abbuchung im niedrigen vierstelligen Bereich erkannte die Seniorin den Betrug.

 

Die Kartenabholerin wird beschrieben als etwa 28 Jahre alt, rund 1,80 Meter groß, blonde Haare, akzentfreies Deutsch.

 

Weiterer Fall am selben Tag: erneut PIN-Übergabe

Auch eine 91-jährige Frau an der Nordstraße erhielt am Nachmittag gegen 16 Uhr einen ähnlichen Anruf. Wieder wurde sie vor angeblichen Kontoproblemen gewarnt und zur Herausgabe ihrer Bankkarte und PIN gedrängt.

 

Kurz darauf kam es auch in diesem Fall zu einer Abbuchung eines niedrigen vierstelligen Betrags. Die Abholerin wird beschrieben als etwa 1,70 Meter groß, korpulent, blond-braune Haare, grauer Pullover und schwarze Hose, ebenfalls mit akzentfreiem Deutsch.

 

Polizei warnt vor Trickbetrug

Die Kriminalpolizei hat in allen drei Fällen die Ermittlungen aufgenommen und warnt eindringlich vor der aktuellen Betrugswelle. Immer wieder nutzen Täter das Vertrauen insbesondere älterer Menschen aus, indem sie sich als Handwerker oder Bankangestellte ausgeben.

 

Die Polizei rät:

  • Lassen Sie keine unbekannten Personen in Ihre Wohnung.
  • Echte Handwerker kündigen sich in der Regel vorher an.
  • Geben Sie am Telefon niemals Auskünfte zu Kontodaten oder Vermögen.
  • Legen Sie im Zweifel sofort auf.
  • Übergeben Sie niemals Bankkarten oder PIN an Dritte.
  • Kontaktieren Sie die echte Polizei im Zweifel über die 110.

 

Die Ermittlungen dauern an.

 

Quelle + Symbolfoto: Kreispolizei Mettmann, Bearbeitung anzeiger24.de: BL

  

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