Klassik trifft Performance: „Klassik Fusion Lounge“ kehrt nach Haan zurück

In Haan steht im April erneut ein ungewöhnliches Konzerterlebnis auf dem Programm. Am 18. April 2026 wird der Betriebshof der Stadt zum Schauplatz der „Klassik Fusion Lounge“, die bereits zum dritten Mal stattfindet. Das Format verbindet klassische Musik mit Performance-Elementen – und setzt dabei bewusst auf außergewöhnliche Orte.

 

Unter dem Motto „Klassik neu interpretiert! Klassik und Performance an ungewöhnlichen Orten“ gestalten die drei Künstlerinnen Antonia Beeskow (Medienkomposition), Sophia Otto (Tanz) und Lisa Eisner Smirnova (Klavier) eine interdisziplinäre Aufführung, die eigens für den Betriebshof konzipiert wurde. Die Fahrzeughalle wird dafür geräumt und in eine temporäre Spielstätte verwandelt.

 

Das Programm vereint unterschiedliche künstlerische Ansätze: Tanz, klassisches Klavier, elektronische Musik und Performance sollen miteinander verschmelzen. Dabei reicht das musikalische Spektrum von Mozart und Chopin bis hin zu Yoko Ono und Live-Elektronik. Die Veranstalter sprechen von einer „Fusion von Klangwelten und Bewegungsperformance“.

 

Allianz-Davidovic

 

Ein klassisches Bühnen-Setting wird es nicht geben. Stattdessen steht ein Flügel im Mittelpunkt des Geschehens, ergänzt durch ungewöhnliche Elemente wie ein Plantschbecken. Inhaltlich orientiert sich die Inszenierung an den vier Naturelementen Wasser, Erde, Feuer und Luft und greift damit sowohl den Gartenstadtgedanken als auch die Arbeit des Betriebshofs auf.

 

Auch das Publikum wird stärker eingebunden als bei traditionellen Konzerten. Der sogenannte Lounge-Charakter zeigt sich laut Ankündigung „vor allem im Aufbau und in der Verschmelzung der Szenenfläche mit dem Publikumsraum“. Zudem ist vorgesehen, dass Besucherinnen und Besucher nach der Aufführung vor Ort bleiben und mit den Künstlerinnen ins Gespräch kommen können.

 

Beginn der Veranstaltung ist um 20 Uhr, Einlass ab 19 Uhr. Ein Getränkeverkauf wird durch das Café Karabusta organisiert.

 

Die Tickets sind über neanderticket.de, den online Kulturkalender der Stadt sowie an allen Vorverkaufsstellen von Neanderticket und in der Emil-Barth Stadtbücherei zu bekommen. 

 

Preise: 

  • Tickets Standard, 20 Euro / 15 Euro (ermäßigt) 
  • im Vorverkauf, 16 Euro / 10 Euro (ermäßigt)  
  • Schülerticket Standard, 6 Euro
  • Schülerticket im Vorverkauf ,5 Euro

 

Alle Preise zzgl. etwaiger Vorverkaufsentgelte

 

Infos der Veranstalter zu den Künstlerinnen:

„Die Pianistin Lisa Eisner-Smirnova ist eine der authentischsten Künstlerpersönlichkeiten ihrer Generation, die ihr Publikum stets mit ihrer musikalischen Vielseitigkeit und Freunde beeindruckt. Mit wichtigen solistischen Auftritten in renommierten Hallen wie der Carnegie Hall in New York, der Suntory Hall in Tokyo, der Wigmore Hall in London, dem Concertgebouw in Amsterdam und dem Wiener Konzerthaus machte sie als Pianistin internationale Karriere, gründete 2007 das „New Classic Ensemble Wien“ und realisierte zahlreiche Uraufführungen zeitgenössischer Komponisten wie Giya Kancheli, Rodin Schedrin, Valentin Silvestrov, Wolfgang Rihm und Friedrich Gulda. 

 

Neben ihrer Zusammenarbeit mit namhaften Dirigenten veröffentlichte sie u.a. die von der Kritik sehr gelobte Einspielung der „Acht Londoner Suiten“ von Georg Friedrich Händel (2012, ECM New Series).

 

Unter dem Künstlernamen Lisa ES kreiert sie nun innovative Aufführungsformate für klassische Musik und transformiert dabei eine konventionelle Konzertaufführung in eine audiovisuelle Gesamtperformance. Mithilfe des multimedialen Storytellings und mit Beteiligung der Medien wie Sound Design, Videokunst und Licht entsteht ein dynamisches Gesamtkunstwerk, das in einer authentischen Sprache die Verbindung zwischen dem zeitlosen Kern der Klassik und den Themen der Gegenwart herstellt und so den Menschen von heute anspricht. 

 

Ihre Projekte „Visuelle Interpretation ohne Spielerin“ „Format.Requiem“, „The Messenger“ u.a. wurden in prominenten Museen und Sammlungen in NRW gezeigt. Lisa lebt heute in Wien und Düsseldorf und ist Professorin an der Robert Schumann Hochschule.

 

Antonia Alessia Virginia Beeskow, geboren 1992 in Düsseldorf, studierte Archäologie an der Universität zu Köln und von 2013 bis 2022 Angewandte Theaterwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen sowie 2021 im Zweitstudium den Master Klang und Realität am Institut für Musik und Medien Düsseldorf. 

 

Sie ist Preisträgerin des Förderpreises 2023 des Landes Nordrhein-Westfalen in der Sparte Musik. Ihr Hörstück „Ecce Sigh! Siren calls, still I feel the same“ wurde 2024 mit dem Karl-Sczuka-Förderpreis ausgezeichnet. Als Künstlerin, Sound Designerin und Performerin arbeitet Beeskow interdisziplinär in den Bereichen Hörspiel, Klangkunst, Performance, Tanz sowie am Theater im deutschsprachigen und internationalen Raum. 

 

Sie ist als freie Dozentin tätig für Klangkunst und Field Recording mit Lehraufträgen u.a. Zürcher Hochschule der Künste, Justus-Liebig-Universität Gießen, Weltkulturenmuseum Frankfurt. Außerdem hostet sie die Community Radioshow /ˈan.tɹɪn/ séance tapes auf Callshop Radio und schreibt als Autorin für u.a. das Fanzine grapefruits.online.

 

Sophia Otto (Tanz) wurde 1993 in Wuppertal geboren und sammelte ihre ersten wichtigen Bühnenerfahrungen als Mitglied des Juniorenensembles von Pina Bauschs „Kontakthof mit Teenagern ab ’14′“. Sie studierte danach Tanz am Zentrum für Zeitgenössischen Tanz Köln und an der Folkwang Universität der Künste Essen. 

 

Seitdem arbeitet Sophia als freiberufliche Tänzerin für Choreografen und Kompanien wie José Vidal & Cía, Alexandra Pirici, Jean Laurent Sasportes, das Theater der Klänge, das XXTanztheater und Sasha Waltz & Guests. Zudem ist sie Co-Choreografin und Tänzerin im Ensemble Europa Danzante sowie choreografische Leiterin des Krux-Kollektivs. 

 

2019 entstand ihre erste choreografische Zusammenarbeit mit Bénédicte Billiet als Cie Entretemps unter dem Titel „Entre-temps au grenier“. Ebenfalls in Zusammenarbeit mit Bénédicte Billiet choreografierte Sophia 2020 das FREISPIEL-Format der Jungen Deutschen Philharmonie.“

 

Quelle + Foto: Stadt Haan, Bearbeitung anzeiger24.de: BL

 

 

Weitere Nachrichten aus Haan gibt es unter www.anzeiger24.de/haan/news/

 


Du hast einen Tipp, eine Anregung, zu welchem Thema wir einmal recherchieren sollten?

Schreib uns an presse@anzeiger24.de. Deine Zuschrift wird streng vertraulich behandelt!