Bahnhof Gruiten bekommt Graffiti Fläche

Es tut sich etwas am Bahnhof in Gruiten: Bald wird es an Teilen der Bahnanlage coole Graffiti geben. Dafür hat die Stadt nun seitens der Bahn Grünes Licht erhalten. Und: Die Stadt Haan hat die Deutsche Bahn (DB) aufgefordert, das Problem der Überschwemmungen in der Personenunterführung schnell zu beheben – noch bevor die geplanten Bauarbeiten im Rahmen der Generalsanierung 2026 starten sollen. Die Stadt hat dazu auch Vorschläge unterbreitet, wie das Problem im Bereich der Hauptpersonenunterführung vorübergehend gelöst werden könnte. 

 

Graffiti Gesamtkunstwerk für Haan

Das wird nicht nur die junge Generation freuen. Am Bahnhof in Gruiten konnte der Weg für ein Graffiti-Projekt frei gemacht werden. Die Haaner Stadverwaltung hatte beim Bahnhofsmanagement nachgefragt, ob Teile der Bahnanlage, die im Zuge der Baumaßnahme der DB wegfallen werden, in der Zwischenzeit durch Graffiti verschönert werden können. Jezt gab es „grünes Licht“ dafür. Voraussetzung ist u. a., dass ein Designleitfaden berücksichtigt und das Bild/Layout vor Anbringung mit der DB angestimmt wird, beschreibt die Stadt. Dem Haaner Ausschuss für Umwelt und Mobilität sei dabei wichtig, dass die Gestaltung hell und freundlich ist und ein Gesamtkunstwerk ergibt. Der Fachausschuss hatte am 11. Februar 2025 ein Budget von 2.000 Euro für das Projekt freigegeben.

 

Insgesamt lassen die Vorgaben viel Gestaltungsspielraum, um das Projekt für die kreative Szene interessant zu halten. Dies betrifft die konkrete Auswahl der Motive, der passenden Farben, Materialien und Techniken, um die gewünschte Raumatmosphäre zu schaffen. Neben einem klassischen Graffiti seien z. B. auch „Green Graffiti“ – „Grüne Graffiti“ – auf der Basis von natürlichen Materialien im Bahnhofsumfeld denkbar. Diese können Kunst und ökologische Belange in besonderer Weise verbinden.

 

Das Jugendparlament als möglicher Durchführungspartner hat bereits Interesse an der Umsetzung des Projekts bekundet. Zudem ist ein Punkt für alle Beteiligten gesetzt: Da die „Lebenszeit“ des Kunstwerks durch die Baumaßnahme der DB definiert wird, darf mit dem Start der Aktion auch hier nicht gewartet werden.

 

Schnelle Lösung für Überschwemmungen in Personenunterführungen 

Die Stadt hofft nun, dass es auch bei den seit Anfang 2024 in den Herbst- und Wintermonaten am Bahnhof Gruiten immer wieder auftretenden Überschwemmungen der Personenunterführungen zu einer schnellen Lösung kommt. Diese treten insbesondere im Bereich der S-Bahnsteigzugänge und des Haupteingangs (Nord) auf. Für Reisende gab es deshalb zeitweise kein Durchkommen – zumindest nicht trockenen Fußes. Diese Situation beeinträchtigt nicht nur die Funktionalität der Bahnstation im Kern. Sie hat – verständlicherweise – auch bereits zu großem Unmut in Haan geführt.

 

Insgesamt ist der Gruitener Bahnhof in einem sehr schlechten Zustand und wirkt in vielen Punkten vernachlässigt, betont auch die Stadt und beschreibt: „Vor diesem Hintergrund fand Ende letzten Jahres ein Vor-Ort-Termin der Haaner Verwaltung mit dem zuständigen Bahnhofsmanagement statt. Die Stadt selber führt keine grundhaften Sanierungen oder Reparaturen an der Bahnanlage aus. Hinsichtlich der Überschwemmungen hat das Bahnhofsmanagement eine Untersuchung des Zustands des Entwässerungskanals der (Haupt-)personenunterführung angestoßen. Diese wurde im Januar durchgeführt. Dabei sind auch die Rohrleitungen gespült worden. Im Entwässerungssystem spielt der Kanal mit einer Pumpstation der Stadt zusammen. Sie wird vom Tiefbauamt betreut, wöchentlich angefahren und regelmäßig gewartet. Auch im Rahmen zweier Sonderinspektionen im Januar konnten keinerlei Besonderheiten an der Pumpe festgestellt werden, die einer funktionsfähigen Entwässerung entgegenstehen würden. Der Kanalmeister der Stadt hatte u. a. den Pumpensumpf auf Ablagerungen überprüft. Trotz der durch die DB durchgeführten Maßnahmen ist es nicht gelungen, weitere Überschwemmungen im Hauptfußgängertunnel zu verhindern. Diese scheinen insbesondere bei widrigen Witterungsbedingungen mit starkem Regen und starkem Wind aufzutreten.“

 

Dennoch fordert die Stadt Abhilfe. Denn: Bis die geplanten Bauarbeiten im Rahmen der Generalsanierung im Jahr 2026 beginnen, wird es noch über ein Jahr dauern. Die Stadt hat die DB daher aufgefordert, das Problem der Überschwemmungen schnell zu beheben. Denn es ist für Pendler und Gäste der Stadt inakzeptabel, wenn Bahnsteige nicht erreichbar sind.

 

Die Stadt hat der DB auch Maßnahmenvorschläge unterbreitet, wie sie das Problem im Bereich der Hauptpersonenunterführung lösen könnte. So kommen aus Sicht der Stadtverwaltung temporäre Rampen bzw. Erhöhungseinrichtungen in Betracht, mit denen ein provisorischer Zugang über eine Anhebung bis zur 1. Trittstufe erreicht werden könnte. Alternativ kommt auch eine Überdachung der Zugänge in Frage.

 

Infos: Stadt Haan, Foto: KI erstellt mit Adobe

 

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