
***Leitartikel***
Skurrile Geschichten rund um die Deutsche Bahn sind ja keine Seltenheit. Man ist ja einiges gewohnt. Dennoch gibt es immer wieder kuriose Situationen, die einen Fahrgast zum Staunen bringen.
Ein Beispiel hat der Autor dieser Zeilen am Dienstag, 17. März 2026, erlebt: Am S-Bahnhof Eller-Süd in Düsseldorf, um ca. 12.20 Uhr, zeigte das Leuchtschriftlaufband auf dem Bahnsteig folgende Meldung an:
„S6 nach Essen, Abfahrt 13.21 Uhr, fällt heute aus. Grund dafür sind unbefugte Personen auf der Strecke.“
OK, da scheint es also einen Polizeieinsatz oder ähnliches zu geben, der noch mindestens eine Stunde andauern könnte; sollte man meinen.
Wenige Minuten später aber erschien eine neue Nachricht:
„S6 nach Essen, Abfahrt 12.41 Uhr, heute ca. 10 Minuten später. Grund dafür ist die Verspätung eines vorausfahrenden Zuges.“
Moment mal: In Kürze soll also der nächste Zug eintreffen, allerdings mit Verspätung. Das hieße ja, dass das Gleis frei ist.
Dennoch weiß die Bahn jetzt schon, dass sich etwa eine Stunde später „unbefugte Personen“ auf dem Gleis befinden.
Das hat uns sehr verwundert.
Hatte der damalige GDL-Chef recht?
Das erinnert uns an eine frühere Aussage des damaligen Vorsitzenden der Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) aus dem Jahr 2024: „Die Deutsche Bahn führt Fahrgäste nach Angaben [von] Claus Weselsky, mit falschen Durchsagen bewusst in die Irre. ‚Unsere Kollegen in den Zügen werden gezwungen, Unwahrheiten durch die Zugansage zu verkünden‘, sagte Weselsky im SPIEGEL-Spitzengespräch mit Moderator Markus Feldenkirchen.“ Dies solle „über die Unfähigkeit der Bahn hinwegtäuschen“.
War dies wieder so ein Beispiel?
Die heutige GDL-Führung will sich da offenbar nicht so weit aus dem Fenster lehnen. Auf Anfrage heißt es: „Zu derartigen Einzelfällen lassen sich pauschal nur schwer belastbare Aussagen treffen, da regelmäßig unterschiedliche Faktoren und Hintergründe eine Rolle spielen können. Da uns in dem konkreten Fall keine weitergehenden Informationen vorliegen, möchten wir daher von einer Einschätzung absehen.“
Natürlich haben wir auch bei der Deutschen Bahn angefragt.
Von der Pressestelle gab es bislang jedoch keine Rückmeldung.
Bericht: KA
Foto/Video: anzeiger24.de
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