
Diese Frage bewegt viele Menschen aus der Bevölkerung: Wie sicher vor Kriminalität ist man noch auf den Straßen, bzw. in den eigenen vier Wänden? Antworten darauf gab die Kreispolizei Mettmann bei ihrer Vorstellung der Statistik 2025 am 2. März 2026 bekannt.
Wo ist die Kriminalität gestiegen?
Die Gesamtzahl der registrierten Straftaten ist leicht angestiegen: 2025 registrierte die Polizei im Kreis Mettmann insgesamt 32.220 Straftaten. Das sind 728 Fälle beziehungsweise 2,3 Prozent mehr als im Vorjahr. 
Gleichzeitig sank auch die Aufklärungsquote von 54,31 Prozent auf 51,73 Prozent.
Dennoch bleibt die so genannte Kriminalitätshäufigkeitszahl (Zahl der Straftaten je 100.000 Einwohner) weiterhin unter dem Landesdurchschnitt: Sie liegt im Kreis Mettmann bei 6.563, landesweit bei 7.542. Jedoch ist dieser Wert gegenüber dem Vorjahr gestiegen (6.424 im Kreis Mettmann in 2024).
Besonders hoch sind die Zahlen bei folgenden Verbrechen und Vergehen:
- 11.549 bei Diebstählen (10.627 in 2024, ein Plus von 8,86%)
Aufgeteilt in:
– Diebstahl an/aus/von Kfz: 2.218 (2.039 in 2024)
– Ladendiebstahl: 1.511 (1.573 in 2024)
– Taschendiebstahl: 947 (647 in 2024)

- 3.372 bei Betrugsdelikten (3.087 in 2024, ein Plus von 9,23%)

- 1.002 Wohnungseinbrüche, davon 433 Versuche und 569 „vollendet“ (779 in 2024, ein Plus von 28,63%)
Allerdings sind dies kein Rekordwert: in 2016 gab es 1.492 registrierte Fälle und in 2017 sank die Zahl auf 1.063. Ab 2020 folgte eine die „Talsohle“ während der Corona-Pandemie. Bereits seit 2022 steigen die Zahlen in diesem Bereich wieder an.

„Wohnungseinbruch ist ein Delikt, das das Sicherheitsgefühl der Menschen besonders stark berührt“, erklärt der Leiter der Direktion Kriminalität, Jan Mertin. „Deshalb haben wir unsere Maßnahmen jetzt noch einmal ausgeweitet. Dazu gehören verstärkte Fahndungs- und Kontrollmaßnahmen sowie eine noch engere Zusammenarbeit mit Nachbarbehörden.“
Wo ist die Kriminalität gesunken?
Es gibt aber auch Bereiche mit sinkenden Fallzahlen, zum Beispiel:
Körperverletzungen: 3.924 (1.063 „gefährlich und schwer“, 2.720 „einfach“) in 2025; das sind -1,68% gegenüber 2024 (3.991). Allerdings gibt es seit 2022 einen spürbaren Anstieg.

Sexualdelikte: 601 Fälle gesamt (96 Vergewaltigungen, 119 sexuelle Belästigungen, 99 sexuelle Missbräuche von Kindern, 62 Exhibitionismus-Fälle und 111 Kinderpornografie-Delikte).

Das bedeutet einen Rückgang von -16,18% gegenüber 2024 (717 gesamt, 106 Vergewaltigungen, 149 sexuelle Belästigungen, 101 sexuelle Missbräuche von Kindern, 65 Exhibitionismus-Fälle und 170 Kinderpornografie-Delikte)
Die Zahl der Betrugsdelikte gegenüber Seniorinnen und Senioren hat sich von 1.762 auf 928 halbiert (-53 Prozent). Und das, obwohl weiterhin immer wieder von „falschen Handwerkern oder Polizisten“, „Enkeltrickbetrügern“ und anderen Übeltätern berichtet wird, die ältere Menschen um ihr Erspartes bringen.

Die Zahl der Raubdelikte ist exakt gleich geblieben: jeweils 258 in 2025 und 2024; allerdings ist – mit Ausnahme der „Corona-Jahre“ – seit 2016 eine deutliche Steigerung erkennbar. 
Städte-Vergleich: Ratingen ist trauriger Spitzenreiter
Die höchsten Fallzahlen gab es in Ratingen: 5.926 in 2025, trotz Rückgang gegenüber 2024 (6.236)
Es folgen:
- Velbert (4.913 in 2025 / 4.868 in 2024)
- Langenfeld (4.633 in 2025 / 3.855 in 2024)
- Hilden (4.114 in 2025 / 4.308 in 2024)
- Monheim (3.512 in 2025 / 3.231 in 2024)
- Erkrath (2.523 in 2025 / 2.293 in 2024)
- Mettmann (2.162 in 2025 / 2.171 in 2024)
- Haan (1.921 in 2025 / 1.669 in 2024)
- Heiligenhaus (1.372 in 2025 / 1.641 in 2024)
- Wülfrath (1.144 in 2025 / 1.220 in 2024)

„Die Zahlen zeigen uns sehr deutlich, wo wir genauer hinschauen und gegebenenfalls Maßnahmen anpassen müssen“, bilanziert der Abteilungsleiter der Kreispolizeibehörde Mettmann, Holger Schepanski. „Unsere Ziele sind klar: Straftaten verhindern, Täterinnen und Täter ermitteln und das Sicherheitsniveau in unserem Kreis weiterhin stabil halten.“
Außerdem will die Kreispolizei ihre Präventionsarbeit weiter ausbauen und verstärkt über Einbruchschutz, die Bedeutung aufmerksamer Nachbarschaften und aktuelle Tätervorgehensweisen informieren.
Bericht: KA
Quelle/Grafiken: Kreispolizei Mettmann
Archivfoto: anzeiger24.de
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