Neue Hoffnung? Übernimmt GFO-Klinik Langenfeld das St. Josefs Krankenhaus Hilden?

Franziskanerinnen-Gesellschaft und Kplus wollen sich zusammenschließen – Nun entscheidet das Ministerium

Die gemeinnützige Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe (GFO) prüft derzeit ein neues Konzept für die Patientenversorgung im südlichen Kreis Mettmann, teilt die Kplus Gruppe aus Solingen mit: „Nach der angekündigten Schließung der Krankenhausstandorte in Haan, Hilden und Ohligs kommt die GFO der Bitte des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW (MAGS) nach.“

Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann hatte in der Diskussion immer wieder betont, dass das Hildener Krankenhaus bestehen bleiben könne, wenn es einen neuen Investor gibt. Denn die Klinik wird privatwirtschaftlich betrieben.

 

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Fachabteilungen sollen sich „gegenseitig fördern und ergänzen“

Es sei „eine Zusammenführung der medizinischen Schwerpunkte der GFO Klinik Langenfeld (St. Martinus Krankenhaus) mit dem St. Josefs Krankenhaus in Hilden geplant“, sagt die Kplus Gruppe. „Sie könnten unter einem Dach ein gemeinsames Krankenhaus mit zwei Standorten in Trägerschaft der GFO bilden.“

Eine Entscheidung solle spätestens bis Ende November 2023 fallen.

 

GFO-Geschäftsführer Dr. Christoph Heller zeige sich zuversichtlich, „dass eine dauerhaft stabile Lösung für die medizinisch-pflegerische Versorgung der Bevölkerung in der Region und den Klinikstandort Hilden gefunden werden könne. Da die GFO Klinik Langenfeld und das St. Josefs Krankenhaus Hilden nur wenige Kilometer auseinanderliegen, werden sich die Fachabteilungen gegenseitig fördern und ergänzen können, um die derzeitige Versorgung der Bevölkerung im südlichen Kreis Mettmann und angrenzend nicht nur zu sichern, sondern in den neuen Strukturen sogar zu verbessern.“

 

Wie geht es nun weiter?

In welchem Umfang und in welcher Form eine Fusion möglich sein soll, werde derzeit mit diversen Beteiligten und unter Berücksichtigung der Chancen, die der Krankenhausplan NRW bietet, geprüft und verhandelt, heißt es weiter: „Insbesondere werden die gegenseitigen Spezialisierungen mit Blick auf Ausweitung und Konzentration geprüft.“

 

Die GFO wolle an den dann entstandenen beiden Klinikstandorten „eine Vielzahl von vorher von anderen Krankenhäusern der Kplus Gruppe angebotenen Strukturen und Leistungen erbringen und sich so in das derzeit laufende Planungsverfahren einbringen.“

 

Die GFO und die Kplus Gruppe haben bereits ein Eckpunktepapier unterzeichnet, das auch „die Sicherung der Arbeitsplätze und die wirtschaftliche Tragfähigkeit im Blick habe“, sagt die Kplus Gruppe, die „auf Grundlage der angekündigten Ergebnisse des Krankenhausplanungsverfahrens keine wirtschaftliche Grundlage zum Fortbestand der Hildener Klinik sah“, jetzt aber „eine Hoffnung“ habe, sagt Geschäftsführer Kai Siekkötter: „Wenn diese Lösung gelingen kann, entspannt sich die Versorgungslage im Südkreis Mettmann erheblich – und auch für unsere Mitarbeitenden ergeben sich hoffentlich neue berufliche Perspektiven.“

 

Und was ist mit Haan?

Stellt sich nur noch die Frage: Was geschieht mit dem St. Josef Krankenhaus in Haan? Ist dessen Schicksal nun endgültig besiegelt? 

Auf unsere Nachfrage erklärt uns die Kplus-Gruppe: „Wir arbeiten an einem sog. Nachnutzungskonzept für den Standort Haan.“ Was auch immer das bedeuten mag. Mehr war dem Träger leider nicht zu entlocken…

 

Quelle: Kplus Gruppe
Archivfotos: anzeiger24.de

 


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