
Das Ehrenamt ist das Rückgrat des Brandschutzes, auch in Haan. Darin waren sich die Mitglieder des Fachausschusses für Feuerschutz und Ordnungsangelegenheiten einig. In einer vergangenen Sitzung wurde die Freiwillige Feuerwehr Haan beauftragt, konkrete Vorschläge zur weiteren Förderung des ehrenamtlichen Engagements zu erarbeiten.
Hintergrund ist die zentrale Bedeutung der freiwilligen Einsatzkräfte für die Gefahrenabwehr in der Stadt. Ohne ihr Engagement müsste die Stadt Haan zusätzliche hauptamtliche Stellen schaffen. Aus Sicht der Feuerwehr würde das nicht nur zu einer erheblichen finanziellen Belastung des städtischen Haushalts führen, sondern auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt schwächen.
Neun Vorschläge auf dem Tisch
Die Unterstützung des Ehrenamtes habe in Haan bereits eine lange Tradition, betont die Feuerwehr. Dennoch sieht sie an mehreren Stellen Anpassungsbedarf. Das Ergebnis ist eine Liste mit neun Vorschlägen, die nun politisch beraten wird.
Zu den zentralen Punkten gehören unter anderem:
- Freier Eintritt in das Haaner Sport- und Freizeitbad für alle aktiven Mitglieder der Feuerwehr und auch für ihre Familienangehörigen.
- Erhöhung des Zuschusses für den Führerschein der Klasse B von bislang 700 Euro auf künftig 1.000 Euro.
- Anpassung des Fahrgeldes für Einsätze und Dienstveranstaltungen an den jeweils gültigen Ticketpreis der Preisstufe A im öffentlichen Nahverkehr.
Mit diesen und weiteren Maßnahmen soll das Engagement der Ehrenamtlichen nicht nur gewürdigt, sondern auch ganz konkret erleichtert werden. Für die Stadt wären das errechnete finanzielle Mehrbelastungen von gut 21.600 Euro.
Die Vorschläge werden heute im Ausschuss für Bau, Vergabe, Feuerschutz und Ordnungsangelegenheiten beraten. Noch im Laufe dieses Monats sollen sich auch der Haupt- und Finanzausschuss sowie der Rat der Stadt mit dem Maßnahmenpaket befassen und eine Entscheidung treffen.
Infos: Ratsinformationssystem, Foto + Bearbeitung: anzeiger24.de
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