
Die SPD Haan kritisiert das von der Stadtverwaltung verhängte Bade- und Planschverbot am Brunnen auf dem Neuen Markt. Die Sozialdemokraten werfen der Verwaltung vor, technische Probleme und Sicherheitsbedenken zum Anlass zu nehmen, um die Nutzung des Brunnens durch Kinder einzuschränken. Die Stadt müsse stattdessen für Wartung und Instandhaltung der Anlage sorgen, heißt es in einer Pressemitteilung der Partei.
Nach Auffassung der SPD sei der Brunnen ein wichtiger Treffpunkt in der Innenstadt und insbesondere während des „Haaner Sommers“ ein beliebter Aufenthaltsort für Familien. Ein kinderfreundliches Haan sehe anders aus, erklärt die Partei. Technische Versäumnisse dürften nicht „auf dem Rücken der jüngsten Bürger“ ausgetragen werden.
„Der Brunnen auf dem Haaner Neuen Markt ist seit Generationen mehr als nur ein Brunnen“, wird SPD-Vorstandsmitglied Giulia Baran in der Mitteilung zitiert. „Er ist ein Stück Kindheit und seit 1997 ein Wahrzeichen unserer Stadt. Viele Menschen verbinden Haan genau mit diesem Ort, an dem Kinder im Sommer spielen und Familien zusammenkommen. Gerade wenn wir von einer familienfreundlichen Kommune sprechen, dürfen wir solche Orte nicht einfach aufgeben. Die Aufgabe der Politik ist es, Lösungen zu finden, damit Kinder diesen Ort auch künftig sicher nutzen können.“
Die SPD widerspricht zudem der Darstellung der Stadtverwaltung, wonach der Brunnen lediglich als „gestalterisches Wasserelement“ und nicht als Spiel- oder Badebereich konzipiert worden sei. Nach Angaben der Partei habe der Haaner Künstler Wolfgang Niederhagen die Anlage ausdrücklich als begehbaren Wassergarten entworfen. Die integrierten Trittsteine seien dafür vorgesehen, die Wasseranlage zu durchqueren. Die aktuelle Argumentation der Verwaltung ignoriere diese ursprüngliche städtebauliche und künstlerische Intention, so die SPD.
Auch die von der Stadt angeführten gesundheitlichen Bedenken stellt die Partei infrage. In der Pressemitteilung heißt es, es sei nicht nachvollziehbar, warum der Brunnen am Neuen Markt ein Gesundheitsrisiko darstellen solle, während der Brunnen am Alten Markt weiterhin genutzt werden könne. Sollten Bedenken hinsichtlich der Wasserqualität bestehen, müsse die Stadt aus Sicht der SPD auf regelmäßige Kontrollen setzen und nicht auf ein generelles Verbot.
Darüber hinaus kritisiert die SPD die Begründung der Verwaltung, wonach Verschleiß an Pumpen- und Filtertechnik sowie von spielenden Kindern eingetragener Sand die Einschränkungen erforderlich machten. Dass Reparaturen an der veralteten Technik nur noch eingeschränkt möglich seien, dürfe „keine Ausrede sein“. Die Instandhaltung der städtischen Infrastruktur sei eine Kernaufgabe der Kommune. „Technische Versäumnisse der Vergangenheit dürfen nicht zum Vorwand genommen werden, um die Nutzung einzuschränken“, heißt es in der Mitteilung.
Die SPD Haan fordert die Stadtverwaltung nach eigenen Angaben auf, das Bade- und Planschverbot zu überdenken und funktionierende Kontroll- und Wartungskonzepte für die Brunnenanlagen zu entwickeln. Ziel müsse es sein, den Brunnen am Neuen Markt wieder als Treffpunkt für Kinder und Familien nutzbar zu machen.
Quelle + Foto: SPD Haan, Bearbeitung anzeiger24.de: BL
Weitere Nachrichten aus Haan gibt es unter www.anzeiger24.de/haan/news/
Du hast einen Tipp, eine Anregung, zu welchem Thema wir einmal recherchieren sollten?
Schreib uns an presse@anzeiger24.de. Deine Zuschrift wird streng vertraulich behandelt!

