Wohnungsnot in Haan war Thema beim politischen Spätschoppen

Die Situation auf dem Wohnungsmarkt stand im Mittelpunkt eines politischen Spätschoppens der SPD-AG 60 plus. Als Gäste begrüßte die Arbeitsgemeinschaft die SPD-Landtagskandidatin Giulia Baran und den Vorsitzenden des Deutschen Mieterbundes NRW, Hans-Jochem Witzke.

 

Nach Angaben der Referenten ist die Zahl der Sozialwohnungen bundesweit in den vergangenen Jahren von rund drei Millionen auf etwa eine Million zurückgegangen. Für Nordrhein-Westfalen bezifferten sie den Bestand an preisgebundenen Wohnungen auf rund 400.000 und den zusätzlichen Bedarf auf mindestens 800.000 Sozialwohnungen.

  

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Mit Blick auf Haan verwiesen Baran und Witzke darauf, dass bis 2030 mehr als 93 Prozent der öffentlich geförderten Wohnungen aus der Preisbindung fallen könnten. Der Bestand würde dann auf nur noch rund 60 Wohnungen sinken.

 

Als mögliche Gegenmaßnahmen nannten die Referenten die Gründung einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft nach dem Vorbild anderer Kommunen, längere Bindungsfristen für Sozialwohnungen sowie eine Zweckentfremdungssatzung, um Leerstand und die Umwandlung von Wohnraum zu begrenzen. Zudem wurden Maßnahmen zur Senkung der Nebenkosten für Mieter diskutiert.

 

Zum Abschluss kündigte Moderator Gerd-Peter Heinrichs an, die AG 60 plus wolle gemeinsam mit der SPD-Fraktion einen Bürgerantrag zur Gründung einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft vorbereiten.

 

Quelle + Foto: SPD-AG 60 plus, Bearbeitung anzeiger24.de: BL

 

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