
„Wenn die Argumente der Rathausbefürworter so stark wären wie ihr Auftritt, stünde es besser um das aktuelle Projekt“, steigt der Haaner FDP-Fraktionsvorsitzender Michael Ruppert in die Diskussion um den anstehenden Bürgerentscheid zum Rathausneubau ein, dem er offensichtlich kritisch gegenüber steht: Schon die Reduktion von geplanten drei auf zwei Baukörper sei seiner Meinung nach ein Eingeständnis, „dass das ursprüngliche Vorhaben nicht finanzierbar war!“
Zu nachhaltigen Einsparungen führe der Neubau laut Michael Ruppert allerdings nicht, da nun auch der tatsächliche Raumbedarf nicht mehr gedeckt werde: „Schließlich wurde ja auch die Verwaltung nicht um ein Drittel geschrumpft sondern ist seither noch weiter gewachsen“, hält der FDP Fraktionsvorsitzende dagegen.
„Schräg“ findet Ruppert auch die Behauptung, der Rathausneubau schaffe Vermögen: „Da für die Finanzierung keine Eigenmittel zur Verfügung stehen, erhöht allein die Zinsbelastung das jetzt schon zweistellige jährliche Millionendefizit im städtischen Haushalt noch“, so Ruppert, der unterstellt: „Auf die Idee, Verschuldung schaffe Vermögen, könnten wohl nur Sozialdemoraten kommen.“
Schwach bezeichnet Ruppert auch die Argumentation, dass eine unrealistische Totalsanierung aller gegenwärtigen Standorte als einzige Alternative dargestellt werde: „Das will doch wirklich niemand.„
Auch eher für Wunschdenken hält Ruppert die Vorstellung, der Bau werde die Innenstadt beleben: „Ein Rathaus ist doch kein Einkaufszentrum light“, betont er.
Und auch für den Hinweis auf die angeblich mehr als drei Millionen „umsonst“ ausgegebenen Planungskosten hat der FDP-Fraktionsvorsitzende klare Worte: „Da sollten wir uns lieber an einen alten kaufmännischen Grundsatz halten: Schlechtem Geld kein gutes hinterherwerfen!“ Laut Michael Ruppert habe das städtische Gebäude-Management bereits vor gut vier Jahren dem ausgewählten Entwurf attestiert: „Kein nachhaltiger wirtschaftlicher Einsatz von öffentlichen Mitteln.“
Infos: Michael Ruppert, Foto + Bearbeitung anzeiger24.de: BL
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