
Die WLH-Fraktion im Haaner Stadtrat wirft Stadtverwaltung und Kreis Mettmann vor, seit Jahren beschlossene Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit an der Martin-Luther-Straße und der Turnstraße nicht umzusetzen. Hintergrund sind nach Angaben der Fraktion Beschwerden von Anwohnenden, die sich seit Jahrzehnten für mehr Sicherheit für Fußgängerinnen, Fußgänger und Radfahrende einsetzen.
Wie die WLH mitteilt, wandte sich ihre Fraktionsvorsitzende Anfang Februar schriftlich an Bürgermeister und Verwaltung. In der Ratssitzung vom 3. Februar 2026 habe sie zudem Auskunft darüber verlangt, wann Maßnahmen gegen bekannte Gefahrenstellen umgesetzt und bestehende Ratsbeschlüsse abgearbeitet würden.
Zur Erinnerung verweist die Fraktion dabei auf einen Beschluss des Rates vom 13. Dezember 2022. Damals hatte das Gremium unter anderem beschlossen, dass sich die Stadt Haan mit dem Kreis Mettmann ins Benehmen setzen solle, „um die Sanierung der Bürgersteige entlang der Martin-Luther-Straße und der Turnstraße zu erreichen“.
Eine erste schriftliche Antwort auf ihre im Februar 2026 gestellte Anfrage erhielt die WLH nach eigenen Angaben erst Wochen später auf eine erneute Nachfrage. Darin heißt es: „Eine Sanierung ausschließlich der Gehwege ohne Berücksichtigung der zukünftigen Fahrbahngestaltung ist aus ökonomischen Gründen wenig sinnvoll. Planungen wurden daher weder vom Kreis noch von der Verwaltung durchgeführt.“
Weiter wurde ausgeführt, dass die Verkehrssicherheit von Gehwegen und Fahrbahnen unabhängig davon gewährleistet werden müsse. Die Verwaltung kündigte an, die Anfrage zum Anlass zu nehmen, auf die Kreisverwaltung zuzugehen und anschließend über das Ergebnis zu berichten.
Nach Darstellung der WLH blieb eine weitere Rückmeldung jedoch über Monate aus. Die Fraktion fragte das Thema daher erneut im Mobilitätsausschuss am 19. Mai 2026 an. Dort habe der Leiter des Tiefbauamtes berichtet, der Kreis habe geantwortet, man wisse selbst nicht, wie an dieser Stelle weiter verfahren werden solle.
Die WLH zeigt sich über den Verlauf verärgert. Sie kritisiert insbesondere den Zustand der Gehwege, die aus ihrer Sicht nicht barrierearm seien, sowie die unzureichende Bearbeitung der bekannten Gefahrenstellen. Zudem bemängelt die Fraktion, dass Ratsbeschlüsse über Jahre hinweg nicht umgesetzt würden und eine systematische Kontrolle der Beschlussumsetzung fehle. Nach ihren Angaben erfolgten Antworten auf politische Nachfragen häufig erst nach mehrfacher Erinnerung.
Quelle + Foto: WLH Fraktion, Bearbeitung anzeiger24.de: BL
Weitere Nachrichten aus Haan gibt es unter www.anzeiger24.de/haan/news/
Du hast einen Tipp, eine Anregung, zu welchem Thema wir einmal recherchieren sollten?
Schreib uns an presse@anzeiger24.de. Deine Zuschrift wird streng vertraulich behandelt!

